Blu-ray-Player mit Video-on-Demand-Anbindung
Panasonic rüstet seine neue Serie von Blu-ray-Playern mit Video-on-Demand-Anbindungen aus. In den USA können die Geräte zukünftig Download-Filme von Amazon direkt abspielen.
Panasonic hat auf der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas eine neue Reihe von Blu-ray-Playern vorgestellt, die Filme nicht nur von optischen Datenträgern und SD-Cards, sondern mittels Viera Cast auch per Video On Demand abspielen können. In den USA sollen die Geräte neben YouTube-Videos auch Filme von Amazons Video-on-Demand-Dienst wiedergeben. In Europa ist Amazons Downloadservice bislang noch nicht verfügbar.
Neben den beiden Standard-Modellen DMP-BD60 und DMP-BD80 bietet Panasoinc auch ein All-in-One-Gerät unter der Bezeichnung DMP-BD-70V an, das neben CDs, DVDs und Blu-ray Discs sogar noch VHS-Kasseten abspielen kann und alle Filmformate auf 1080p hochskaliert. Für unterwegs soll ab Mai der DMP-BD15 die Filme auf seinem eingebauten 8,9-Zoll-Bildschirm mit WSVGA-Auflösung (1024 × 600 Bildpunkte) abspielen können. Der laut Panasonic erste mobile Blu-ray-Player soll mit einer Akkuladung drei Stunden durchhalten und eine Halterung für Autorücksitze mitbringen. Wann und zu welchen Preisen die Player in Europa auf den Markt kommen, steht noch nicht fest.
Die Integration unterschiedlicher Datenträger und Übertragungsformate in ein Gerät spiegelt den Trend der Hollywoodstudios wieder, Filme zukünftig über möglichst viele Vertriebswege zu vermarkten. So kündigte der in Seattle, USA, ansässige Vertreiber für digitale Distributionslösungen MOD Systems auf der CES an, zukünftig Filme von Warner und Paramount per SD-Card zu vertreiben. Die Filme in SD-Auflösungen würden von Shops auf einem digitalen Server vorgehalten und für den Kunden zum Verkauf auf SD-Karten überspielt. Die Händler könnten so eine große Zahl von Filmen vorrätig haben, ohne die Lagerkosten für vorbespielte Medien tragen zu müssen. Bislang wurden solche Systeme nur in Verbindung mit CDs und DVDs angeboten. Zum auf den SD-Karten eingesetzten Kopierschutzsystem machte MOD Systems keinerlei Angaben. (hag)