China will Investitionen in Technologie-Entwicklung beschleunigen

Die Regierung arbeitet weiterhin an Plänen zur Stimulierung der Wirtschaft. Es gebe aber bereits Anzeichen für eine Erholung, sagte Premierminister Wen Jiabao.

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Die chinesische Regierung plant, Investitionen in den Technologie- und Wissenschaftsbereich zu forcieren. 600 Milliarden Yuan (65 Milliarden Euro) sollen vorrangig an sechs Großprojekte gehen, sagte der chinesische Premierminister Wen Jiabao laut einem Bericht von China Daily. Um welche es sich genau handelt, wurde noch nicht bekannt gegeben. Die sechs Projekte sind Teil eines nationalen Strategieplans, den China ausgegebenen hatte. Dieser sieht 16 Schlüsseltechnologien vor, unter anderem die Entwicklung und Produktion von Highend-Chips, neue Breitband- und Mobilfunk-Techniken, bemannte Raumfahrt, Bau von Großraumflugzeugen und Nanotechnologie.

Im November sind laut dem Bericht erstmals seit sieben Jahren die Exporte in China rückläufig gewesen. Das Wachstum der Industrieproduktion habe den niedrigsten Stand seit zehn Monaten erreicht. Die Regierung hofft aber laut Wen, als erstes Land der Krise zu entkommen. Sie arbeite zurzeit an weiteren Plänen zur Kräftigung der Wirtschaft, die noch vor Beginn der jährlichen Sitzung des Nationalen Volkskongresses am 5. März fertig sein sollen.

Wen sagte, dass es erste Anzeichen der Erholung gebe. Die Wirtschaftsdaten des Dezembers seien besser als erwartet. Weitere Indikatoren stützten diese These, wie zum Beispiel Umsatzzahlen von Unternehmen und der Stromverbrauch. Dieser sei im Dezember um 6,8 Prozent auf 273,7 Milliarden kWh gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Oktober sei hingegen der Stromverbrauch im Vorjahresvergleich erstmals seit zehn Jahren gesunken.

Im November hatte der chinesische Staatsrat beschlossen, 4 Billionen Yuan (437 Milliarden Euro) für ein zwei Jahre laufendes staatliches Programm zur Unterstützung der Wirtschaft des Landes bereitzustellen. Erste Mittel sollten in die Verbesserung der Infrastruktur gehen. Neben Investitionen, die dieses Stimulierungsprogramm ergänzen sollen, arbeitet die für die Wirtschaftsplanung zuständige Nationale Entwicklungs- und Reformkommission an Plänen zur Steigerung des Absatzes von Kraftfahrzeugen. Dieser werde möglicherweise durch Steuererleichterungen und günstige Darlehen angekurbelt. (anw)