P2P-Videodienst Joost will sich angeblich nur noch auf die USA konzentrieren [Update]
Der Internet-Videodienst Joost, der einst als großer Hoffnungsträger gefeiert wurde, will laut einem Zeitungsbericht sein internationales Geschäft aufgeben und sich nur noch auf den US-Markt konzentrieren.
Der Internet-Videodienst Joost, der einst als großer Hoffnungsträger gefeiert wurde, will laut einem Zeitungsbericht sein internationales Geschäft aufgeben und sich nur noch auf den US-Markt konzentrieren. Grund sei, dass Joost zu wenige Nutzer gefunden und sich nicht genug Senderechte für attraktive Inhalte gesichert habe, berichtete die Londoner Sunday Times. Joost galt anfänglich als starker Konkurrent für den populären Videodienst YouTube und hatte den Anspruch, das "Fernsehen der Zukunft" zu sein. Der wesentliche Vorteil des "How it should be TV" Joost sollte darin bestehen, dass alle (im jeweiligen Land verfügbaren) Inhalte auf Mausklick über DSL abrufbar und pausierbar sind. Zur Entlastung der eigenen Server bedient sich Joost P2P-Technik und puffert auf den Rechnern der Joost-Anwender bis zu 500 MByte Daten.
Allerdings geriet das neue Projekt der Kazaa- und Skye-Gründer Niklas Zennström sowie Janus Friis mit der Zeit in den Schatten von Wettbewerbern wie der Videoplattform Hulu von NBC und der News Corp. von Rupert Murdoch. Ein Problem war vor allem wie bei anderen Videodiensten – selbst iTunes von Apple –, dass die Ausstrahlungsrechte für verschiedene Länder zum Teil immer wieder neu erworben werden müssen und es zum Teil schon viele frühere Vereinbarungen gibt.
[Update:]
Gegenüber dem Internetdienst Gigaom widersprach Joost-CEO Mike Volpi dem Bericht der Sunday Times. Der Videodienst werde weiterhin in den USA, Westeuropa, China und auf einigen asiatischen Märkten tätig sein. Um gegen Web-Videodiensten wie Hulu bestehen zu können, will Joost in den kommenden Monaten eine webbasierte Version seiner Software vorstellen. (dpa) /
(vza)