Osram komplettiert LED-Werk in Regensburg
Der Halbleiterhersteller Osram OS eröffnete in Regensburg den letzten Abschnitt seiner neuen LED-Fabrik.
Die Osram Opto Semiconductor GmbH, Regensburger Hersteller von optischen Halbleitern, eröffnete am Freitag den letzten Abschnitt seiner LED-Fabrik. In der Fab sollen herkömmliche Leucht-, IR- und Laser-Dioden vom Band laufen.
Seit der Grundsteinlegung im Jahr 2001 hat Osram OS einen dreistelligen Millionenbetrag in die Fabrik investiert. Die erste Linie ging 2003 in Betrieb, es folgten weitere, die letzte Linie dann Ende vergangener Woche. Die abschließende Erweiterung des Fabrikgeländes auf insgesamt 50.000 Quadratmeter erhöht die LED-Produktionskapazität in Regensburg um etwa 50 Prozent. Bei Vollbetrieb soll dort pro Jahr eine Wafer-Fläche von 1500 Quadratmetern verarbeitet werden. Für die optischen Hableiterelemente werden vor allem zwei- und vierzöllige Siliziumscheiben genutzt.
Mit optischen Halbleiter bestreitet Osram etwa 12 Prozent seines Gesamtumsatzes von rund 520 Millionen Euro. Auf dem Gebiet der LEDs zählt das Unternehmen mit seiner Golden-Dragon- und Ostar-Technik zu den führenden Herstellern effizienter Leuchtdioden. Enstanden ist die in Regensburg ansässige Osram Opto Semiconductor GmbH im Jahr 1999 als Ausgliederung der Siemens-Halbleitersparte. Die Osram-Tochter hat insgesamt 4000 Mitarbeiter. Rund 1500 arbeiten am Firmensitz in Regensburg, der Rest in Fabriken in Malaysia und an der Forschungsstätte in Kalifornien. Im Juli vergangenen Jahres hatte sich Osram OS von der Fertigung organischer Displays verabschiedet. Stattdessen verlegte sich der Hersteller auf die Weiterentwicklung organischer Leuchtdioden. An solchen organischen LEDs wird auch in Regensburg geforscht. (uk)