Sicherheitssystemhersteller primion profitiert von Zukäufen
Die auf Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und Überwachung sensibler Bereiche spezialisierte primion Technology AG hat den Umsatz im abgelaufenen Quartal um mehr als 38 Prozent steigern können. Auch die Gewinnentwicklung verlief positiv.
Die Einkaufspolitik des Sicherheitssystemherstellers primion macht sich bezahlt. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 (30. September) wurde der Umsatz um mehr als 38 Prozent auf 15,7 Millionen Euro ausgebaut, wie Vorstandschef Heinz Roth am Dienstag in Stuttgart mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg von minus 0,15 Millionen im Vorjahr auf plus 1,1 Millionen Euro. Maßgeblich zu der positiven Entwicklung habe die Ludwigsburger Jans Sicherheitssysteme GmbH beigetragen, erklärte der Manager.
Die primion Technology AG mit Sitz in Stetten am kalten Markt (Kreis Sigmaringen) hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr gekauft. Eine weitere Akquisition war die belgische GET-Gruppe. Anfang des Jahres hatten die Kosten für die Integration der zugekauften Firmen das Ergebnis von primion noch belastet und den Gewinn gedrückt. Dieser lag im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres bei 0,4 Millionen Euro. Im dritten Quartal des Vorjahres hatte es beim Ergebnis nach Steuern noch einen Fehlbetrag von 0,3 Millionen Euro gegeben.
Der Vorstandsvorsitzende bekräftigte die Umsatzprognose für das Gesamtjahr, Erlöse von mehr als 60 Millionen Euro (Vorjahr: 54,7 Millionen) zu erzielen. primion habe mehrere Großaufträge im Visier, mit der FU Berlin sei bereits ein Abschluss erzielt worden. Ziel für die nächsten Monate sei ein weiterer Ausbau des Auslandsgeschäfts.
Die primion Technology AG sieht sich als ein Komplettanbieter im Bereich Zutrittskontrolle, Zeiterfassung und Überwachung sensibler Bereiche. Das Unternehmen hat nach Angaben von Roth mehr als 5000 Kunden. Rund 400 Mitarbeiter sind an 22 Standorten in Europa beschäftigt. primion war Anfang 2006 an die Börse gegangen. (dpa) / (pmz)