Dell zahlt Schadenersatz in Millionenhöhe

Aufgrund unlauterer Geschäftspraktiken muss Dell in einem Rechtsstreit mit 34 Staaten der USA über drei Millionen Dollar zahlen.

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Dell verpflichtet sich in einer gerichtlichen Auseinandersetzung aufgrund unlauterer Geschäftspraktiken zur Zahlung von 3,35 Millionen Dollar. Der Computerhersteller soll seinen Kunden über einen Zeitraum von vier Jahren Gebühren für zinslose Finanzierungspläne berechnet und zugesagte Mail-In-Rabatte nicht ausgezahlt haben. Auch in Verbindung mit Service- und Garantieleistungen kam es zu Ungereimtheiten.

Von der Gesamtsumme, die Dell nun zahlen muss, fließen lediglich 1,5 Millionen Dollar in einen Entschädigungsfonds, mit den übrigen 1,85 Millionen werden die Ermittlungskosten der 34 beteiligten Staaten unter der Leitung von Connecticut und Washington gedeckt. Betroffene US-Kunden, die nach dem 1. April 2005 ein Dell-Produkt erwarben und bis zum 13. April 2009 Beschwerde einreichen, können auf Rückerstattungen aus dem Fonds hoffen.

In Zukunft muss Dell seinen Garantieverpflichtungen innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt des Auftrags oder der defekten Ware nachkommen und Rückzahlungen in Verbindung mit den in den USA weit verbreiteten Mail-In-Rabatten innerhalb von 30 Tagen auszahlen, sofern kein anderer Zeitraum angegeben wurde. Eine bessere Informationspolitik bei der Vermarktung von Finanzierungsangeboten ist ebenfalls Teil der Vereinbarung. Zudem darf Dell seinen Kundenservice nur noch als "award-winning" (preisgekrönt) bezeichnen, sofern er eine solche Auszeichnung auch während der vergangenen 18 Monaten erhalten hat. (rei)