Spanien will Flüchtlingsboote mit Drohnenhilfe aufspüren
Einen ersten Test des EU-Projekts Perseus zur Kontrolle der Außengrenzen und der Seegebiete der EU mittels Drohnen konnte das spanische Militär erfolgreich abschließen.
Spanien hat laut einem Bericht von EuroWeekly News das Zusammenspiel von einem Seeaufklärer mit einer Überwachungsdrohne in Almeria erfolgreich getestet. Ziel der Aktion war es nach Angaben der Zeitung, illegale Flüchtlingsboote aufzuspüren, die dann von der Küstenwache gestoppt werden können. Für diesen Zweck hatte die EU bereits 2011 ein eigenes Projekt unter dem Namen Perseus (Protection of European seas and borders through the intelligent use of surveillance) gestartet.
Für den Test starteten vom spanischen Zivilflughafen Almeria ein spanischer Seeaufklärer des Typs CN-235 Persuader und eine Mantris-Drohne, die der spanische Rüstungskonzern Indra zusammen mit EADS entwickelt hat. Gesteuert von einer Leitstelle in Madrid suchten die Drohne und der Aufklärungsflieger mit modernster Sensorik zwei Stunden lang ein Seegebiet ab, um ein kleines Flüchtlingsboot zu finden und aufzubringen. Die Aktion wurde von der Leitstelle der Küstenwache in Almeria erfolgreich beendet, die einen Kreuzer zum entdeckten Boot schickte.
Da die Mantis-Drohne keine Flugzulassung erhalten hat, war der Luftraum über Almeria zwei Stunden lang gesperrt. Die Ergebnisse des erfolgreichen Tests will Spanien zusammen mit den anderen am Perseus-Projekte beteiligten Ländern auswerten, unter ihnen Frankreich, Italien und Portugal. (jk)