Elektronik-Handelsgruppe Euronics will Umsatz stabil halten

1,62 Milliarden Euro Umsatz haben die rund 1900 Mitglieder der Einkaufsgenossenschaft für Elektrohändler im vergangenen Geschäftsjahr erzielt. Im laufenden Jahr soll der Umsatz konstant bleiben.

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  • dpa

Die Einkaufsgenossenschaft für Elektrohändler Euronics hat im vergangenen Geschäftsjahr, das mit dem September 2008 endete, den Umsatz ausgebaut. Mit ihren knapp 1900 Mitgliedern seien Erlöse von 1,62 Milliarden Euro erzielt worden, teilte Euronics-Vorstand Werner Winkelmann heute in Stuttgart mit. Das ist ein Plus von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Die Konsumenten in Deutschland kaufen qualitätsbewusster. Davon hat unsere Verbundgruppe im vergangenen Jahr maßgeblich profitiert", erklärte Winkelmann.

Die Euronics-Mitglieder bauten die Umsätze mit ihren Kunden im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4,5 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro aus. Die Bonuszahlungen (vergleichbar einer Dividende) an die Mitglieder wurden von 79,8 Millionen auf 91,8 Millionen Euro gesteigert. Winkelmann erwartet für das laufende Jahr einen Umsatz in Höhe des Vorjahres. Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten habe viele Verbraucher verunsichert. "Wir rechnen deshalb mit leichter Kaufzurückhaltung und haben unsere Umsatzerwartung für 2009 nach unten korrigiert."

Hauptumsatzträger in den Euronics-Geschäften war im abgelaufenen Geschäftsjahr der Bereich Konsumer- und Unterhaltungselektronik mit Navigationssystemen, Multimediageräten und Spielekonsolen. Dort stieg der Umsatz um 7,8 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. "Die Leute machen es sich zuhause vor ihrem neuen Flachbildfernseher gemütlich und sparen sich lieber einen Gaststättenbesuch", sagte der Euronics- Vorstand.

Auch habe die Handelsgruppe mit Sitz in Ditzingen (Kreis Ludwigsburg) im Weihnachtsgeschäft von vielen vorgezogenen Käufen profitiert. Aktuell gebe es einen Preisverfall bei TV-Geräten. Auch bei Plasmageräten seien fallende Preise festzustellen. "Die Preise werden bei TV-Geräten vorerst nicht nach oben gehen", sagte Winkelmann. (dpa) / (anw)