E-Book-Streit: Apple legt Berufung ein

Im Prozess um Preisabsprachen im E-Book-Markt hat Apple nun gegen das Urteil eines US-Bezirksgerichts Berufung eingelegt. Der Großverlag Simon & Schuster geht außerdem gegen die Verfügung vor, die gegen Apple erlassen wurde.

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Wie bereits angekündigt hat Apple Berufung gegen das Urteil im Prozess wegen wettbewerbswidriger Preisabsprachen im E-Book-Markt eingelegt. Das berichtet GigaOm und erklärt außerdem, dass Simon & Schuster die Verfügung gegen Apple anficht. Die untersage es Apple, mit dem US-Großverlag innerhalb der nächsten drei Jahre einen neuen Vertrag auszuhandeln. Welche Gründe Apple für seine Berufung anführt, muss demnach aber bis Anfang 2014 nicht öffentlich gemacht werden.

In dem Prozess gegen Apple und anfangs mehrere Großverlage hatte das US-Justizministerium dem iPad-Hersteller vorgeworfen, zum Verkaufsbeginn des Tablets im Jahr 2010 die Preise für E-Books hochgeschraubt zu haben. Das Gericht folgte dieser Version, nachdem sich die Verlage bereits alle außergerichtlich geeinigt hatten. Gegen Apple wurde verfügt, auf Jahre hinaus keine Verträge mit Buchkonzernen einzugehen, die den IT-Konzern daran hindern, E-Books günstiger anzubieten oder Rabattaktionen durchzuführen. Zuvor hatte Apple 30 Prozent des Verkaufspreises erhalten, den allein die Verlage festgelegt hatten. Marktführer Amazon dagegen hatte ursprünglich Großhandelspreise bezahlt und konnte dann selbst entscheiden, wie viel – oder wenig – für die Bücher verlangt wurde. (mho)