Y2K-Bug schlägt vorzeitig zu
Kreditkartenterminals in Großbritannien haben auf Grund mangelnder Jahr-2000-Verträglichkeit bereits kurz nach Weihnachten versagt.
Die ersten Schwierigkeiten auf Grund des Jahr-2000-Problems treten schon einige Tage vor dem Jahreswechsel auf. In Großbritannien haben laut einem Bericht des Londoner dpa-Korrespondenten 20.000 Kreditkartenterminals bei Einzelhändlern den Dienst versagt. Die Terminals überprüften Daten bis zu vier Arbeitstage im voraus - und stolperten dabei über das Datum des 1. Januar 2000. Daraufhin stellten sie ihren Dienst ein.
Die zuständige Bank HSBC hat laut dpa erklärt, das Problem werde von selbst verschwinden, wenn der 1. Januar 2000 tatsächlich erreicht sei. Der Hersteller der Terminals, die Firma Racal, zeigte sich entsetzt: "Wir wissen nicht, wie uns dieser Fehler bei den Prüfungen hinsichtlich der Jahr-2000-Eignung entgehen konnte."
Auch Microsoft scheint gewisse Schwierigkeiten zu haben, mit dem Wechsel zum Jahr 2000 zurecht zu kommen. Einige neue BĂĽcher zu Windows 2000 sind auf der entsprechenden Webseite von Microsoft Press mit dem Erscheinungsdatum 1. Januar 1900 beworben worden. Allerdings konnten die Verantwortlichen den Fehler schon am Dienstag einfach beheben.
Wie glaubwürdig die Beteuerungen von Unternehmen und Behörden sind, sie hätten den Y2K-Bug im Griff, wird sich noch zeigen. Wenn "übersehene" Fehler wie bei den englischen Kreditkartenterminals auch anderswo serienweise verborgen geblieben sind, könnte der 1. Januar 2000 doch noch einige unangenehme Überraschungen bringen. (jk)