Gemischtes Hack: Druck den Schmuck

Plastik ist out, Metall ist in: Mini Metal Maker und EX1 drucken mit Silber. Heraus kommen leicht verzogene Schmuckstücke und flexible Platinen. Außerdem: 3D in jedem Klassenzimmer und in der Rundum-Kamera.

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Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Philip Steffan

Die Kugelkamera für Rundum-Fotos wird zum Produkt: Aus Johannes Pfeils Diplomarbeit von 2011 ist Panono hervorgegangen. In der Kunststoffkugel sind 36 Digitalkamera-Module verbaut, die beim Hochwerfen automatisch im selben Moment ein Foto schießen. Ein Cloud-Dienst setzt daraus ein Kugelpanorama zusammen. Wer jetzt auf der Crowdfunding-Seite Indiegogo rund 410 Euro vorbezahlt, bekommt im September 2014 sein Exemplar.

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Der Mini Metal Maker ist ein Consumer-3D-Drucker, der Objekte aus Metall erzeugt. Das Grundmaterial, eine Metallpaste aus der DIY-Schmuckherstellung, wird mit einer handelsüblichen Spritzkanüle computergesteuert aufgetragen. Zu den 1000 US-Dollar für das Gerät muss man noch die Anschaffungskosten für einen Brennofen rechnen. Beim Brennen schrumpfen die Metallteile allerdings, was den Nutzen des Geräts zur Herstellung mechanisch nutzbarer Objekte stark einschränkt.

Einfache Schaltungen druckt der EX<sup>1</sup> auch auf Papier.

(Bild: Cartesian Co.)

Eine neue und einfache Methode, einfache Platinen herzustellen, versprechen die Macher des Druckers EX1: Als Tinte kommt hier Silbernitrat zum Einsatz, dass in einem zweiten Durchgang mit Ascorbinsäure reduziert wird, so dass das Silber auf dem Untergrund haftet. Als Trägermaterial kommen auch Stoffe in Frage, so dass sich auch flexible Schaltungen entwickeln lassen. Das Gerät, selbstverständlich als Bausatz und per Crowdfunding, kann man ab 1500 US-Dollar bestellen.

3D-Drucker sollen einen festen Platz in Klassenzimmern bekommen: In den USA sammelt MakerBot im Rahmen der MakerBot Academy Spenden ein, um die eigenen Produkte in jede einzelne Schule bringen zu können. In Deutschland entwickelt die Arbeitsgruppe Digitale Medien in der Bildung (dimeb) der Uni Bremen in den kommenden zwei Jahren ein didaktisches Konzept für FabLab-Themen in der Schule. Die Fördergelder dafür kommen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. (phs)