Russland verlangt Recycling-Gebühr für Import-Autos

Der Handelsstreit mit Russland um Importschranken für europäische Autos spitzt sich zu. Die Europäer beschweren sich über eeiene russische Sonderabgabe – eine Gebühr für das Recycling von Importautos, die die Importquote europäischer Autos um 7 Prozent sinken ließ

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Von
  • Ronald Partsch

Russland erschwert den Import von EU-Fahrzeugen (Renault Duster).

Der Handelsstreit mit Russland um Importschranken für europäische Autos spitzt sich zu. Die Europäische Union bat bei der Welthandelsorganisation WTO um die Einrichtung eines Schiedsgerichts, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. Damit treibt die EU den Handelsstreit bei der WTO weiter.

Und stärkt damit der heimischen Autobranche den Rücken (UAZ Baijah).

Die Europäer hatten sich bereits im Sommer in Genf über die russische Sonderabgabe – eine Gebühr für das Recycling von Importautos – beschwert. Nach Brüsseler Angaben beläuft sich der jährliche Wert der EU-Autoexporte nach Russland auf rund zehn Milliarden Euro. Seit Einführung der russischen Recycling-Gebühr sind sie um sieben Prozent geschrumpft. „Wir haben alle möglichen Wege probiert, um mit Russland eine für beide Seiten hinnehmbare Lösung zu finden“, erklärte Handelskommissar Karel De Gucht. Seit über einem Jahr gibt es Streit um diese Abgabe, mit der Moskau seine heimische Autoproduktion schützt. Europäische und auch japanische Hersteller sehen sich dadurch auf dem wichtigen russischen Markt benachteiligt.

(Mit Material der dpa) ()