Ars Electronica 2008 zum Wert des geistigen Eigentums

Neben wissenschaftlichen Symposien wird sich vor allem künstlerisch der Frage angenähert, wem geistiges Eigentum gehört und wie damit heute noch Geld verdient werden kann.

vorlesen Druckansicht 27 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • dpa

Mit dem Wert des geistigen Eigentums in Zeiten einer Multimedia-Gesellschaft beschäftigt sich in diesem Jahr die Medienkunst-Messe Ars Electronica im österreichischen Linz. Unter dem Motto "A new cultural economy – Wenn Eigentum an seine Grenzen stößt" sollen sich vom 4. bis 9. September Künstler und Wissenschaftler mit Fragen um eine offene Wissensgesellschaft, den Wert geistigen Eigentums und Urheberrechten beschäftigen, teilten die Veranstalter mit. Außerdem gehe es um brauchbare und tragfähige Regeln für diese neue Realität mit Internetrecherche und Raubkopien.

Neben wissenschaftlichen Symposien wird sich vor allem künstlerisch der Frage angenähert, wem geistiges Eigentum gehört und wie damit heute noch Geld verdient werden kann. Unter anderem will das Künstlerteam "Fallen Fruit" Früchte pflücken, die aus privaten Gärten in den öffentlichen Raum wachsen und daraus Marmelade kochen. Am Linzer Hauptplatz soll eine überdimensionale Festplatte aufgebaut werden, von der sich Besucher Daten kopieren können. Zudem gibt es zahlreiche Ausstellungen und Konzerte.

Die Ars Electronica wurde 1979 als spartenübergreifendes Festival von Kunst, Technologie und Gesellschaft gegründet. Das Festival thematisiert jährlich gesellschaftspolitische Fragen wie Datenschutz, Gentechnik und Biotechnologie und will eine Brücke zwischen Wirtschaft und Kultur schlagen. Im vergangenen Jahr ging es unter dem Motto "Goodbye Privacy" um die zunehmende Überwachung der Gesellschaft, unter anderem ließ ein Künstler in einer Linzer Straße die virtuelle Welt "Second Life" Realität werden, den Wettbewerb Prix Ars Electronica gewann unter anderem der Image Fulgurator. (dpa) / (jk)