Privater Raumtransporter Cygnus hat Flug zur ISS beendet

Der private Raumtransporter Cygnus hat seinen Testflug zur Internationalen Raumstation beendet und ist planmäßig in der Erdatmosphäre verglüht. Nun sollen bereits ab Dezember reguläre Flüge ins All folgen.

vorlesen Druckansicht 4 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Der private Raumtransporter Cygnus hat seinen Flug zur Internationalen Raumstation beendet und ist inzwischen in der Erdatmosphäre verglüht. Damit endet auch das auf fünf Jahre angelegte Entwicklungsprogramm des Herstellers Orbital Sciences, teilte das Unternehmen mit. Nun könne es für die NASA reguläre Versorgungsflüge zur ISS unternehmen. Acht Flüge sind demnach geplant, losgehen soll es bereits im Dezember. Zuvor war der Flug nicht reibungslos gelaufen, musste Cygnus doch eine Woche warten, bis endlich an die Raumstation angedockt werden konnte.

Cygnus beim Abdocken von der ISS

(Bild: orbital.com)

Cygnus war Mitte September mit 660 Kilogramm Fracht (Kleidung, Nahrung und technische Ausrüstung) zur ISS gestartet, von wo aus 790 Kilogramm Abfall wieder mitgenommen wurden. Seitdem die Shuttle-Flotte der NASA 2011 eingemottet hat, entwickeln private Unternehmen Raumtransporter, um bei der Versorgung der ISS mitzuwirken. Vor Cygnus hatte SpaceX die Dragon-Kapsel zweimal zur Internationalen Raumstation geschickt. Astronauten sind gegenwärtig auf russische Sojus-Kapseln angewiesen.

NASA-Chef Charles Bolden hatte den Premieren-Flug von Cygnus schon nach der Ankunft bei der ISS als "historischen Meilenstein" bezeichnet. "Wir haben damit die Fähigkeit Amerikas ausgeweitet, zuverlässig Fracht ins All zu transportieren." David Thompson, Chef von Orbital Sciences, sprach von einer "Mission wie sie im Buche steht". (mit Material der dpa) (mho)