SES schreibt neuen Satelliten als Totalverlust ab

Der Fernsehsatellit AMC-14, für den US-Markt gedacht, kann nicht mehr in seine vorgesehene geostationäre Position gebracht werden. Beim Start im März trat ein Fehler bei der russischen Trägerrakete auf.

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  • dpa

Der US-Satellitenbetreiber SES Americom hat den im März gestarteten Fernsehsatelliten AMC-14 endgültig verloren. Es habe keine vernünftige und gangbare Möglichkeit gegeben, den Satelliten in die korrekte geostationäre Umlaufbahn zu befördern, teilte der Mutterkonzern SES mit. Das Unternehmen erwarte in den kommenden Monaten eine Zahlung der Versicherung in Höhe von 150 Millionen Dollar

Der auf den US-Markt ausgerichtete Satellit hatte wegen eines Defekts der russischen Proton-Trägerrakete nicht die notwendige Höhe erreicht; laut SES gab es während der zweiten Zündung der vierten Raketenstufe eine Anomalie, durch der Satellit seine Position verfehlte. Er befinde sich derzeit zwar in einer stabilen Umlaufbahn, doch prüfe SES, ob der Satellit beseitigt werden könne. Erst im Januar 2007 hatte das ebenfalls zu SES gehörende Unternehmen New Skies den Satelliten NSS-8 während des Starts bei der Explosion der Trägerrakete verloren.

Die Flotte des weltweit fĂĽhrenden Satellitenbetreibers SES umfasst derzeit 38 Satelliten. In Europa ist SES mit Astra vertreten. (dpa) / (jk)