Samsung Electronics: Aus vier mach zwei

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung wird künftig nur noch zwei statt vier operative Geschäftseinheiten betreiben. Zusammengefasst werden das Telekommunikations- und das Digital-Media-Geschäft sowie das Halbleiter- und das Display-Geschäft.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung wird künftig nur noch zwei statt wie bislang vier operative Geschäftseinheiten betreiben. Zusammengefasst werden zum einen das Telekommunikations- und das Digitalmedien-Geschäft, zum anderen das Chip- und das Display-Geschäft. Die neue "Endverbraucher-Sparte" (unter anderem Handys, Fernseher, Notebooks, Drucker, Kameras, Haushaltsgeräte) wird von Choi Gee-sung geleitet, bisher Chef des Digital-Media-Bereichs. Samsung-Electronics-CEO Lee Yoon-woo wird die neue "Komponenten-Sparte" mit dem TFT- und LCD-Panel-Geschäft und dem Halbleiter-Bereich (Speicherchips, optische Laufwerke, Festplatten, Smartcards) verantworten.

Mit der Umstrukturierung reagiere das Unternehmen auf die globale Rezession, erklärte Samsung-Sprecherin Hwang Eun-ju. Um Kosten zu senken, sollen zudem die Gehälter der Topmanager um bis zu 20 Prozent und Sondervergütungen für die anderen Arbeitskräfte gekürzt werden. Samsung Electronics ist der weltweit größte Produzent von Speicherchips, LC-Displays und Flachbildfernsehern. Im Mobiltelefon-Geschäft liegen die Koreaner auf Platz zwei hinter Nokia. Allerdings machen dem Unternehmen stark gefallene Preise insbesondere bei Halbleiterprodukten und LC-Panels inzwischen erheblich zu schaffen. Im dritten Quartal sank der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 44 Prozent. (pmz)