Drastische Preissenkungen bei IT und Elektronik

Computer und Computerperipherie haben sich nach Angaben des Statistischen Bundesamts von der allgemeinen Preissteigerungsrate abgekoppelt und sind in Jahresfrist deutlich billiger geworden.

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Von
  • Frank Möcke

Im Juli hat die allgemeine Inflationsrate nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 3,3 Prozent den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht (im Dezember 1993 lag sie bei 4,2 %). Setzt man den Stand des Verbraucherpreisindex im Jahr 2005 auf 100, liegt er nun bei 107,6. Auffällig sind die Preisveränderungen gegenüber dem Vorjahr bei

  • Musikdownloads mit -28,8 %
  • PCs mit -25,3 %
  • Notebooks mit -24,9 %
  • Fernsehgeräten mit -18,8 %
  • Digitalkameras mit -16,2 %
  • Mobiltelefonen (ohne Dienstleistung) mit -14,2 %
  • Laserdruckern mit -12,1 %

Zum Vergleich: Im Energiebereich erhöhten sich im gleichen Zeitraum die Preise für Mineralölprodukte um 24 % (davon leichtes Heizöl: um 59,4 % und Kraftstoffe um 15,2%). Überdurchschnittliche Preissteigerungen waren auch bei den anderen Haushaltsenergien (Gas: 8,1 % und Strom: 6,8 %) zu beobachten. Ohne Einrechnung der Preisentwicklung für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) hätte die Teuerungsrate bei 1,9 % gelegen.

Unter den Nahrungsmitteln waren Molkereiprodukte und Eier erheblich teurer als ein Jahr zuvor (+18,0 %; darunter Quark: +28,4 %; Schnittkäse: +27,1 % und Joghurt: +16,9 %), gefolgt von Speisefetten und -ölen (+17,0 %; darunter Pflanzenöl: +29,9 % und Butter: +13,2 %) sowie Brot und Getreideerzeugnissen (+9,1 %; darunter Nudeln: +28,8 % und Brötchen: +9,1 %). Deutlich teurer geworden ist im Juli 2008 auch die Tafel Schokolade (+14,6 % gegenüber Juli 2007). Unterdurchschnittliche Preiserhöhungen waren dagegen bei Fisch und Fischwaren (+1,4 %) zu verzeichnen.

Im Vergleich zu den Verbrauchsgütern wirkt die Preisentwicklung für Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer (−0,2 %; darunter Bekleidung und Schuhe: −0,9 %) sowie für langlebige Gebrauchsgüter (−0,6 %; darunter Informationsverarbeitungsgeräte −15,6 % und Haushaltsgeräte: −0,5 %) dämpfend auf die Inflation. Dienstleistungen lagen im Schnitt um 1,5 % über dem Indexstand des Vorjahres (darunter Versicherungsdienstleistungen: +3,8 % und Nettokaltmieten: +1,3 %). (fm)