Notebooks: LED-Beleuchtung wartet weiterhin auf Durchbruch

Notebookhersteller bestücken die Displays von 12- bis 15-Zoll-Notebooks weiterhin lieber mit Leuchtstoffröhren statt LEDs zur Hintergrundbeleuchtung.

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Wie der Branchendienst DigiTimes meldet, verzögert sich der anvisierte Marktdurchbruch von Mainstream-Notebooks mit LEDs beleuchteten Bildschirmen. Waren taiwanische Produzenten von LED-Hintergrundbeleuchtungen ursprünglich von einem Umbruch Anfang 2009 ausgegangen, sollen 12- bis 15-Zoll-Notebooks nun erst im dritten Quartal verstärkt damit ausgestattet sein.

Als Grund geben die Produzenten an, dass die Preise der klassischen Hintergrundbeleuchtung mit Leuchtstoffröhren deutlich gesunken seien, so dass die Varianten mit LEDs nun 10 bis 30 Prozent teurer seien. Möglicherweise spielen aber auch Qualitätsprobleme eine Rolle, denn etliche Notebooks mit LED-Beleuchtung zeigten in c't-Tests eine ungleichmäßige Schirmausleuchtung: An dem Displayrand, an dem die LEDs sitzen, wechseln sich helle und dunkle Bereiche regelmäßig ab, denn die LED-Streifen liefern (anders als Leuchtstoffröhren) kein durchgängiges Licht – die Konstruktion von hochwertigen Lichtverteilschichten und Reflektoren ist also aufwendiger.

Bei Notebooks von 10 Zoll Bildschirmdiagonale oder weniger ist eine LED-Beleuchtung des Bildschirms dagegen bereits Standard. Uns ist kein auf dem deutschen Markt verfügbares Netbook bekannt, dessen Panel noch Leuchtstoffröhren nutzt, und auch in den deutlich teureren Subnotebooks kommen üblicherweise LEDs zum Einsatz.

DigiTimes erwartet fĂĽr dieses Jahr insgesamt 2,4 Milliarden Displays mit LED-Beleuchtungen (alle Bilddiagonalen) und einer Durchdringung des Notebookmarkts von 40 Prozent (2008: 10 Prozent). (mue)