Google kooperiert mit brasilianischen Behörden

Der Internetdienstleister hat dem brasilianischen Senat zugesagt, in seinem Online-Sozialnetzwerk Orkut gegen Kinderpornografie und rassistische Äußerungen vorzugehen.

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Der Internetdienstleister Google hat angekündigt, Kinderpornografie und rassistische Äußerungen in seinem Sozialnetzwerk Orkut in Brasilien stärker zu bekämpfen. In einer Anhörung (PDF-Datei) im brasilianischen Senat sagte Alexandre Hohagen, der für Google Brasilien verantwortlich ist, sein Unternehmen werde ab Juni Filter anwenden und Daten von Nutzern sechs Monate vorhalten, die gesetzwidrige Inhalte veröffentlichen. Bislang beträgt die Speicherfrist laut Medienberichten 30 Tage. Außerdem will Google die Strafverfolgungsbehörden beraten und ihnen Kopien der beanstandeten Inhalte zukommen lassen.

Google hatte im September 2006 zugesagt, einer Anordnung eines brasilianischen Gerichts nachzukommen und Strafverfolgern ausgewählte Daten von verdächtigen Nutzern des Orkut-Netzwerkes zur Verfügung zu stellen. Vergangenes Jahr im August hatten die brasilianischen Behörden aber moniert, Google sei den Aufforderungen nicht wie gefordert nachgekommen. Der Internetdienstleister hatte stattdessen die betreffenden Accounts nur gelöscht und sich auf das in der US-Verfassung verankerte Recht auf freie Meinungsäußerung berufen. Der brasilianische Senat bestand nun auf der Herausgabe der Daten von etwa 3000 Nutzern, es ist aber noch unklar, ob Google diese herausrückt. (anw)