Vodafone startet Highspeed-Upload HSUPA
Vodafone hat den Datenversand ĂĽber das UMTS-Netz auf 1,45 MBit/s brutto beschleunigt und bietet drei passende Funkmodems an. Den gĂĽnstigen Zeittarif WebSessions fĂĽr Gelegenheits-Surfer begrenzt Vodafone im Ausland auf ein Maximalvolumen von 50 MByte.
Als erster deutscher Netzbetreiber ist Vodafone mit dem UMTS-Datendienst HSUPA (High Speed Uplink Packet Access) gestartet. Nach HSDPA (High Speed Downlink Packet Access), der den Datentransfer in Empfangsrichtung im UMTS-Netz auf 3,6 MBit/s beschleunigt und zurzeit auf sogar 7,2 MBit/s aufgerüstet wird, sorgt HSUPA mit 1,45 MBit/s für mehr Tempo beim Datenversand – wichtig etwa für Fotoreporter, die digitale Bilder mobil zur Redaktion schicken wollen.
Zunächst steht der schnelle Upload via Mobilfunk laut Vodafone in 50 Großstädten zur Verfügung, darunter Dortmund, Düsseldorf, Essen, Karlsruhe, Köln, Frankfurt, Saarbrücken und Stuttgart. Den HSUPA-Ausbau will der Netzbetreiber schrittweise fortsetzen, bis zum Sommer 2008 soll das komplette UMTS-Netz von Vodafone mit dem Upload-Beschleuniger aufgerüstet sein.
Via UMTS ohne Datenturbo empfängt man maximal 384 KBit/s und versendet üblicherweise mit 128 KBit/s. HSDPA-fähige Endgeräte senden mit der vollen UMTS-Rate von 384 KBit/s, in der Praxis lassen sich so Durchsätze von 40 bis 45 KByte/s erreichen. Da bei den HSPA-Diensten andere Übertragungsprotokolle und Modulationsarten zum Einsatz kommen, ist der Anteil der für die sichere Übertragung benötigten Protokoll-Informationen deutlich höher. Daher sollte man von den Brutto-Datenraten mindestens 20 Prozent abziehen: Netto dürfte HSUPA daher zunächst maximal ein Megabit pro Sekunde übertragen.
Um die schnellere UMTS-Übertragungstechnik nutzen zu können, braucht man jedoch neue Modemkarten und Handys: Vodafone bietet zunächst nur die Karte MCC UMTS Broadband für den Express-Slot von Notebooks, den Mobile Connect USB-Stick und – ebenfalls für den USB-Port – die EasyBox III an. HSUPA-fähige Handys, die sich auch als Funkmodem an Notebooks einsetzen lassen, werden voraussichtlich 2008 folgen.
Zum mobilen Surfen über die UMTS-Turbos sollte man eine passende Datenoption benutzen, da Vodafone bei Mobilfunkverträgen ohne Surfoption zum Teil noch bis zu 19 Cent pro 10-KByte-Block berechnet, was schnell zu extrem hohen Rechnungen führen kann. Wer mobiles Internet nur gelegentlich nutzt, kann stunden- oder tageweise eine so genannte WebSession zum Festpreis buchen, muss dazu jedoch den APN event.vodafone.de einstellen. 24-Stunden-WebSessions stehen zum Preis von rund 15 Euro auch international in über 30 Ländern zur Verfügung. Während man in Deutschland innerhalb der gebuchten Zeit beliebig viele Daten übertragen kann, hat Vodafone die Auslands-Sessions auf maximal 50 MByte begrenzt; nach Überschreiten des Limits muss man eine weitere WebSession buchen.
AuĂźer bei Vodafone funktioniert HSDPA auch im Netz von T-Mobile, mit HSUPA will man noch in diesem Jahr starten. O2 hat mit dem Ausbau des UMTS-Netzes mit HSDPA in der ersten Ausbaustufe 1,8 MBit/s erst begonnen, HSUPA dĂĽrfte noch kein Thema sein. E-Plus bietet nur Standard-UMTS bis 384 KBit/s. (rop)