US-Elektronikhandelskette Circuit City ist pleite

Am Freitag ereilte den US-amerikanische Elektronikriesen Circuit City das Aus: 30.000 Mitarbeiter stehen auf der Straße, am 31. März ist endgültig Schluss.

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Am Freitag ereilte den US-amerikanische Elektronikriesen Circuit City endgültig das Aus: Die verbliebenen 567 US-Filialen werden Ende März geschlossen, 30.000 Mitarbeitern wird gekündigt. Die 765 Filialen in Kanada stehen noch bis Ende Januar zum Verkauf; rosig sind die Aussichten aber auch hier nicht.

Im November hatte das Unternehmen bereits staatlichen Gläubigerschutz – das in den USA übliche Konkursverfahren – beantragt. Ein Verkauf von Teilen der Geschäfte oder zusätzliche Kredite zum Weitermachen konnten die Verwalter jedoch nicht erzielen. Zunächst hatte die Kette noch ein Darlehn über 1,1 Milliarden Dollar erhalten. Der Mexikanische Milliardär Ricardo Salinas Pliego übernahm 28,5 Prozent der Firmenanteile. Aber auch das reichte nicht, um die Verluste der vergangenen Jahre auszugleichen. Der Umsatz der 1949 als Fernsehhändler Wards in Virginia gestarteten Elektronikkette lag zuletzt bei knapp 12 Milliarden Dollar. Mitte 2007 hatte das Unternehmen bereits Tausende von Mitarbeitern entlassen und so kurzzeitig für bessere Bilanzen gesorgt. Im Verlauf des Konkurses vor zwei Monaten wurden wiederum 20 Prozent der ehemals 1500 Filialen in USA und Kanada geschlossen; am Ende bleiben dennoch nur rote Zahlen. (uk)