Philips startet schwach ins Geschäftsjahr 2008
Der niederländische Elektronikkonzern Philips hat im ersten Quartal deutlich weniger verdient als im Vorjahreszeitraum. Während das Geschäft mit Unterhaltungselektronik schwächelte, konnten der Gesundheitsbereich und das Licht-Geschäft zulegen.
Der niederländische Elektronikkonzern Philips ist schwach in das Geschäftsjahr 2008 gestartet. Der Umsatz im ersten Quartal blieb mit 5,965 Milliarden Euro nahezu auf dem Stand des Vorjahreszeitraums (5,930 Milliarden Euro). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 312 auf 175 Millionen Euro. Unter dem Strich erwirtschaftete der Konzern einen Nettogewinn von 219 Millionen Euro, nachdem im Vergleichsquartal des Vorjahres noch ein Gewinn von 875 Millionen Euro angefallen war. In beiden Quartalen blähten allerdings Beteiligungsverkäufe den Überschuss auf.
Konzernchef Gerard Kleisterlee sprach von "überschatteten Ergebnissen" angesichts einer schwierigen Situation im TV-Geschäft, merklich geringeren Lizenzeinkünften und Belastungen durch Zukäufe. Der umsatzstärkste Geschäftsbereich "Consumer Lifestyle", der das TV- und Multimedia-Geschäft beinhaltet, erwirtschaftete mit 2,662 Milliarden Euro nominal 5 Prozent weniger Umsatz. Zulegen konnten der Gesundheitsbereich (plus 3 Prozent auf 1,474 Milliarden Euro) und das Licht-Geschäft (plus 16 Prozent auf 1,711 Milliarden Euro).
Trotz der hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Ergebnisse – fünf von Thomson First Call befragte Analysten hatten einen Umsatz von 6,120 Milliarden Euro Umsatz prognostiziert – erhöhte das Unternehmen seine mittelfristige Prognose. So will Philips bis zum Jahr 2010 eine EBITA-Marge von zehn bis elf Prozent erreichen, bislang lag das Ziel bei zehn Prozent. Im ersten Quartal 2008 betrug die EBITA-Marge lediglich 4,4 Prozent. Die Prognose eines jährlichen durchschnittlichen Umsatzwachstums bis 2010 von mehr als sechs Prozent behielt Philips bei (PDF-Datei). (pmz)