Neu aufgelegt: VectorLinux, Foresight, SimplyMEPIS

Nicht so bekannt wie Ubuntu und Co., stellen das auf Debian aufsetzende SimplyMEPIS, der Slackware-Abkömmling VectorLinux und die Gnome-zentrierte Distro Foresight Linux durchaus eine Alternative zu den "großen" Distributionen dar.

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Die Entwickler von VectorLinux haben mit VectorLinux 6.0 ein neues Release des Slackware-Derivats freigegeben. Zum ersten Mal lässt sich das schlanke System jetzt mit Hilfe eines grafischen Installers auf die Platte bringen. Eine textbasierte Installation ist jedoch nach wie vor möglich. VectorLinux Standard setzt auf Xfce in Version 4.43 und bringt als Alternativ-Desktops LXDE und Openbox mit. Eine DeLuxe-Version mit KDE 4.2 und anderen Zugaben bietet das Entwickler-Team im eigenen Online-Shop zum Kauf an. Die Desktop-Umgebung Gnome lässt sich über das VectorLinux-Software-Repository installieren.

VectorLinux 6.0 basiert lose auf Slackware, ergänzt das Linux-Urgestein jedoch um eigene aktualisierte Pakete. Für das Paketmanagement zeichnen das Kommandozeilen-Tool slapt-get sowie das grafische GSlapt verantwortlich. Das System kommt mit dem Linux-Kernel 2.6.27.12, Xorg 7.3 und dem Xorg-server 1.4.2. Die Distribution enthält Codecs zum Abspielen gängiger Multimedia-Formate sowie Treiber für Nvidia- und AMD/ATI-Grafikkarten.

Das Foresight-Team hat eine neue Version der Gnome-zentrierten Distribution veröffentlicht. Foresight 2.1.0 steht als DVD-Image für die i686- und x86-64-Plattform zum Download bereit. Neben dem aktuellen Gnome 2.24 und Kernel 2.6.27.15 hat das neue Release unter anderem Python 2.6 an Bord. Den Paketmanager Conary, eine Entwicklung von rPath, haben die Entwickler jetzt so konfiguriert, dass er verfügbare Aktualisierungen zuerst alle herunterlädt, statt jedes einzelne Paket auf den Rechner zu ziehen und es gleich zu installieren, bevor das nächste an der Reihe ist.

Eine Woche nach dem Erscheinen von Debian 5.0 "Lenny" hat das MEPIS-Projekt nachgezogen und SimplyMEPIS 8.0, das Lenny als Grundlage nimmt, freigegeben. Bei dem Kernel setzt das Release, das die Entwickler als installierbare Live-CD anbieten, auf Version 2.6.27.18. Ebenso wie Debian gibt MEPIS dem altbewährten KDE 3.5.10 den Vorzug gegenüber der neueren 4er-Version der populären Desktop-Umgebung. Mit dabei sind auch OpenOffice 3.0 sowie die aktuelle Firefox-Version 3.0.6. Für das Paketmanagement kommt das von Ubuntu bekannte grafische Frontend Synaptic zum Einsatz, während im Hintergrund das Debian-Tool apt-get seine Dienste verrichtet. SimplyMEPIS steht für i686- sowie x86-64-Systemen zum Download bereit. (akl)