Microsoft plant Rechenzentrum in Sibirien
Bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung gab Microsofts Russland-Chef die Pläne des Softwareriesen für ein großes Rechenzentrum bei Irkutsk bekannt. Das Vorhaben soll ein Volumen von rund 500 Millionen US-Dollar haben.
Ein Rechenzentrum mit einer Kapazität von zehntausenden Servern will Microsoft russischen Presseberichten zufolge in Sibirien aufbauen. Der Russland-Chef des Softwareriesen, Birger Steen, unterzeichnete am vergangenen Freitag mit Offiziellen des Verwaltungsbezirks Irkutsk eine entsprechende Absichtserklärung. Das Rechenzentrum solle an einem noch zu bestimmenden Standort nordwestlich der Universitätsstadt Irkutsk entstehen. Einem russischen Agenturbericht zufolge hat das Vorhaben ein Volumen von rund 500 Millionen US-Dollar.
Noch sei es aber zu früh, über einen Zeitplan oder konkrete Details zu sprechen, wird ein weiterer russischer Microsoft-Manager zitiert. Die Verhandlungen seien noch in einer frühen Phase und noch von vorläufigem Charakter, würden aber von beiden Seiten fortgesetzt. Microsoft erwäge derzeit verschiedene Modelle für Rechenzentren in Russland, heißt es weiter. Die Wahl des richtigen Standorts hänge dabei von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem ausreichender Energieversorgung, Kommunikationsinfrastruktur und Nähe zu möglichen Kunden. Das Projekt in Irkutsk solle vor allem der Outsourcing-Industrie dienen. (vbr)