Netzagentur will Regulierung des Telekommunikationsmarkts lockern

Die "letzte Meile" bleibe auf jeden Fall in der Regulierung, meinte der Chef der Bundesnetzagentur; in einigen Ballungsgebieten könnte aber die Verpflichtung der Telekom, Konkurrenten Netzzugang zu gewähren, entfallen.

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  • dpa

Die Deutsche Telekom könnte in einigen Ballungsgebieten aus der Regulierung entlassen werden. "Wo Märkte und der Wettbewerb nachhaltig funktionieren, müssen wir nicht eingreifen. Aber eine solche regionale Differenzierung birgt neben Chancen auch Risiken, sodass vor einer Entscheidung alle Aspekte sehr sorgfältig geprüft werden müssen", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Am morgigen Mittwoch will die Behörde ein Positionspapier für eine Anhörung veröffentlichen.

In einigen Großstädten wie Köln, Hamburg oder Berlin haben regionale Anbieter und andere Wettbewerber dem früheren Staatskonzern massiv Anteile am Breitbandmarkt abgenommen. Die Telekom hatte daher schon seit Längerem eine Lockerung der Regulierung gefordert. Die Gesellschaft muss bislang ihr Netz für Konkurrenten öffnen, die dafür ein festgelegtes Entgelt zahlen. Sollte das neue Konzept kommen, würde die Zugangsverpflichtung in wettbewerbsintensiven Regionen komplett gestrichen, so Kurth.

Ausgeklammert würde bei einer Neuregelung der direkte Anschluss an das Haus des Kunden. Diese sogenannte letzte Meile bleibe auf jeden Fall in der Regulierung, erklärte Kurth. Auf dieses Teilstück sind praktisch alle Wettbewerber angewiesen, weil noch fast alle Teilnehmeranschlussleitungen dem früheren Monopolisten gehören. (dpa) / (jk)