Funambol setzt auf die AGPL

Der US-amerikanische Spezialist fĂĽr Datensynchronisation ist der erste namhafte Open-Source-Hersteller, der seine Software unter die neue Affero General Public License stellt.

vorlesen Druckansicht 6 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Funambol stellt seinen quelloffenen mobile application server unter die neue Affero General Public License (AGPL). Die Lizenz ist eine Weiterentwicklung der GNU General Public License, Version 3 (GPLv3), ergänzt jedoch um eine Klausel, die auch die Offenlegung der Quellen bei GPL-Software verlangt, die ein Anwender über das Netz einsetzt (Software as a Service, SaaS). Die herkömmliche GPL bietet hier keine Handhabe und macht es Anbietern zum Beispiel möglich, GPL-Anwendungen in abgewandelter Form als Online-Dienst bereitzustellen, ohne den Sourcecode verfügbar zu machen.

Funambol bietet mit seinem Server ein Komplettpaket zur Datenabgleich mit mobilen Geräten wie Handys, PDAs und Smartphones. Der Push-E-Mail-Spezialist bietet die Software nach dem Dual-Licensing-Prinzip sowohl in einer Community Edition unter der AGPL als auch unter einer kommerziellen eigenen Lizenz als Carrier Edition an. Die AGPLv3 soll mit der noch für dieses Jahr erwartete Version 6.5 der Software zum Einsatz kommen. (akl)