Amerikaner starten mit Verkaufsrekord ins Weihnachtsgeschäft
Der US-Einzelhandel verzeichnete am sogenannten "Black Friday" Ende letzter Woche einen deutlichen Umsatzzuwachs von mehr als 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit dem "Cyber Monday" soll auch das Online-Geschäft ins Rollen kommen.
Fernseher, MP3-Spieler und Navigationssysteme zählen zu den begehrtesten Artikeln unter US-Verbrauchern im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Am inoffiziellen Verkaufsauftakt – dem sogenannten "Black Friday" Ende vergangener Woche – wurden laut ShopperTrak allein im amerikanischen Einzelhandel 10,3 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Mit einem Plus von über 8 Prozent gegeüber 2006 übertrafen die Zahlen damit die, angesichts der eher schwachen US-Konjunktur, zum Teil gedämpften Erwartungen.
Mit Umsätzen von rund 6,1 Milliarden US-Dollar lag aber auch der nachfolgende Samstag noch deutlich über dem Vorjahresergebnis, so dass Hersteller und Handel optimistischer auf das verbleibende Weihnachtsgeschäft blicken. Die Marktforscher von ComScore rechnen vor allem für den Online-Handel mit einem Wachstum um 20 Prozent in den beiden letzten Monaten des Jahres. Den Auftakt in den Weihnachts-E-Commerce markiert der vor 2 Jahren von der National Retail Federation als Reation auf den "Black Friday" des stationären Einzelhandels ins Leben gerufene "Cyber Monday" – der unmittelbar auf das amerikanische Erntedankwochenende folgt.
Vor allem große Handelsportale wie Walmart.com oder Best Buy, aber auch Kaufhauskonzerne – darunter Sears und Macy´s – nutzen den "Cyber Monday", um mit speziellen Sonderangeboten die Kauflust der Verbraucher anzuheizen. Nachdem im vergangenen Jahr rund 608 Millionen US-Dollar umgesetzt wurden, rechnet ComScore 2007 mit über 700 Millionen US-Dollar im "Cyber Monday"-Geschäft. Walmart.com hat für die gesamte Woche 150 Angebote vorbereitet und erwartet bis zu 30 Millionen Kunden auf seinem Einkaufsportal. Schon der "Black Friday" habe dem Unternehmen einen deutlichen Verkaufszuwachs beschert, erklärte CEO Raúl Vázquez gegenüber der Financial Times. (map)