Multimedia-Smartphones mit HSDPA und GPS

Nokia hat seine Smartphone-Serie Nseries um die zwei Multimedia-Geräte N79 und N85 erweitert, die mit HSDPA, 5-Megapixel-Kameras, AV-Ausgang und GPS wenig Wünsche offen lassen. Das N85 ist sogar mit einem 2,6-Zoll OLED-Display ausgestattet.

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Das Nokia N79 bietet GPS, WLAN, HSDPA und lange Akkulaufzeit.

Mit den Modellen N79 und N85 hat Nokia seine Nseries-Modellreihe um zwei Symbian/S60-Smartphones erweitert, die mit umfangreicher Ausstattung glänzen. Beide Geräte funken in GSM-Netzen bei 850/900/1800 und 1900 MHz (Quadband-GSM) und in UMTS-Netzen und sind damit weltweit einsetzbar. Zum mobilen Surfen, für E-Mails oder zum Aktualisieren des Nokia-Maps-Kartenmaterials nutzen sie im GSM-Netz den EDGE-Datendienst EGPRS, über den sie maximal 296 kBit/s empfangen und 177 kBit/s senden können. Im UMTS-Betrieb kommt HSDPA mit maximal 3,6 MBit/s brutto in Empfangsrichtung zum Einsatz. Nur HSUPA für die Senderichtung fehlt. Hier erreichen beide Datentelefone maximal 384 kBit/s – genug für umfangreiche E-Mails.

Das Schiebe-Modell N85 zeigt Menüs, Webseiten oder Videos auf einem noch seltenen 2,6-Zoll-OLED-Display mit QVGA-Auflösung (240 × 320 Pixel) an. OLED-Anzeigen bieten höhere Kontraste als die herkömmlichen LCDs, lassen sich im Sonnenlicht aber schlechter ablesen. Das 97 Gramm leichte N79 im Riegelformat besitzt dagegen ein 2,4 Zoll großes, transflektives QVGA-LC-Display, das im Hellen deutlich besser lesbar sein dürfte. Beide Smartphones knipsen Bilder mit einer 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus-Objektiv, mit der sich auch Videos in VGA-Auflösung und 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen lassen.

Bilder und Videos geben beide Geräte via AV-Ausgang auch auf einem Fernseher wieder. Ein passendes Kabel soll aber nur dem N85 beiliegen. Für Wechselspeicher haben die Smartphones je einen microSD-Slot, über den sich der Speicherplatz auf mehr als acht Gigabyte aufrüsten lässt. Zum N79 will Nokia ein 4-GByte-, zum N85 sogar ein 8-GByte-Medium mitliefern. Ein Musikplayer und ein UKW-Radio gehören ebenfalls zur Multimedia-Ausstattung der beiden Telefone.

Das N85 mit ausschiebbarer Tastatur lockt mit einem kontrastreichen OLED-Display

Sowohl das N85 als auch das N79 kommunizieren nicht nur via Mobilfunk, sondern mittels WLAN auch in Hotspots oder über den heimischen WLAN-Router. Die Drahtlos-Verbindung lässt sich zum Surfen, aber auch für Internet-Telefonate (VoIP) nutzen. Passende Clients bringen die Mobiltelefone zwar mit, wer sich gebrandete Smartphones mit Vertrag holt, muss jedoch damit rechnen, dass die VoIP-Funktionen nicht funktionieren. Via Bluetooth tauscht man Bilder oder andere Daten und koppelt Freisprecheinrichtungen (via Handsfree- oder SIM-Access-Profil) oder Stereo-Headsets an. Zudem sollen beide Modelle eine schnelle High-Speed-USB-Schnittstelle besitzen, über die man auch große Datenmengen wie Musiksammlungen oder Videos rasch mit dem PC austauscht.

Die GPS-Empfänger der neuen Nseries-Handys sollen dank Assisted-GPS Satelliten schneller finden und damit auch schneller Positionsdaten liefern. Die überarbeiteten Nokia Maps 2.0 laden Kartenmaterial via Funknetz, speichern dieses anders als Google Maps aber ab, sodass nur einmal Übertragungskosten anfallen. Wahlweise kann man Kartenmaterial auch übers Festnetz gratis herunterladen und auf einer Speicherkarte installieren. Richtige Navigation mit Sprachausgabe ist dagegen kostenpflichtig: Je nach Bereich und Nutzungsdauer kostet der Dienst zwischen 9 und 130 Euro.

Mit wechselbaren XPress-on-Gehäuseschalen und daran angepasste automatische Umschaltung der Hintergrunddesigns gibt sich das N79 besonders verspielt. Beide Smartphones sind zudem für Nokias Spiele-Plattform N-Gage gerüstet. Eine Spielelizenz gehört zum Kaufpreis dazu.

Mit vollgeladenen 1,2-Ah-Akkus sollen die N-Modelle bis zu 360 Stunden in Bereitschaft bleiben. Das N79 soll Sprechzeiten von maximal 6,9 Stunden (GSM-Netz) oder 4,5 Stunden (UMTS), das N85 5,5 Stunden (GSM) oder 3,5 Stunden (UMTS) bieten. Nokia will beide Geräte im Oktober auf den Markt bringen, das N79 soll ohne Vertrag 420 Euro, das N85 535 Euro kosten. (rop)