Ciscos AXP für deutsche Medizintelematik
Die Firma ICW nutzt Ciscos Application eXtension Platform (AXP) für Konnektoren, die Praxen, Apotheken und Kliniken mit dem VP-Netz verbinden, über das nach Einführung der elektronischen Gesundheitskarte medizinische Daten laufen werden.
Während Cisco den Verkauf des viermillionsten Integrated Services Router (ISR) feiert – er ging an den Softdrink-Fabrikanten Coca Cola –, zeitigt die Öffnung der Programmierschnittstelle durch die Application eXtension Platform (AXP) erste Erfolge. So hat die Walldorfer Firma InterComponentWare (ICW) bekannt gegeben, AXP bei den Konnektoren zu nutzen, die Praxen, Apotheken und Kliniken mit dem VP-Netz verbinden, über das die Gesundheitsdaten nach der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte laufen werden.
AXP wird von Cisco als offenes Linux-basiertes Modul beschrieben, das die einfache Anwendungsprogrammierung von ISR-Hardware ermöglicht. Laut Cisco stehen zahlreiche Anwendungen für den ISR zur Verfügung, außerdem soll es ein Entwicklungspaket und eine offene Programmierschnittstelle zur kundenspezifischen Entwicklung von Anwendungen geben. Sie können dann mit einem speziellen, von Cisco gekauften Autorisierungsschlüssel kompiliert werden. Auf dieses Verfahren setzt ICW bei seinem Cisco/ICW-Konnektor, damit die Übertragung von medizinischen Gesundheitsdaten besonders sicher ist. "Datenschutz und Datensicherheit haben bei ICW höchste Priorität. Daher setzen wir immer moderne Sicherheitstechnologien ein, um die sensiblen Gesundheitsdaten unserer Kunden und Nutzer bestmöglich zu schützen", wird ICW-Chef Peter Reuchel in der Presseerklärung zitiert.
Mit AXP kommt eine weitere Linux-Variante beim VPN-Konnektor für das Gesundheitswesen zum Einsatz. Die Mehrzahl der bisher von der Gematik zugelassenen Konnektoren basieren auf der SINA-Box-Technologie von Secunet, die wiederum aus dem Linux-Projekt FreeS/WAN entwickelt wurde. (Detlef Borchers) / (pmz)