Auf nahezu jeden Einwohner in der EU kommt ein Mobilfunkvertrag

Bereits 18 Prozent der Haushalte in den 27 Mitgliedsländern der EU haben nur noch ein Handy und keinen Festnetzanschluss mehr; in Litauen und Finnland sind es schon 47 Prozent der Haushalte.

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Von
  • Florian Rötzer

Auf 100 Einwohner in den 27 Mitgliedsländern der EU gab es 96 Handyverträge (einschließlich Prepaidkarten), 1996 waren es erst 7 Verträge. Das ist ein Zuwachs um das Vierzehnfache. In 13 EU-Ländern sind es sogar mehr als 100, in Luxemburg beispielsweise 158, in Litauen 127 oder in Italien 122. Am wenigsten Handys gibt es in Rumänien (62), Polen (76) und Frankreich (77). Deutschland liegt genau im Durchschnitt.

Nach dem aktuellen Eurostat-Bericht ist hingegen die Zahl der Festnetzanschlüsse nur leicht von 43 (1996) auf 48 (2005) angestiegen. Bei den Festnetzanschlüssen liegt Deutschland mit 67 je 100 Einwohnern an der Spitze, gefolgt von Dänemark, Frankreich und Schweden. Am wenigsten gibt es in Rumänien (20) und anderen osteuropäischen Ländern.

2006 hatten bereits 18 Prozent der Haushalte nur noch Handys, aber keinen Festnetzanschluss mehr. In Finnland haben bereits 47 Prozent der Haushalte nur noch Handys, ähnlich ist dies in Litauen, der Tschechischen Republik und Lettland, wo die Menschen in der kommunistischen Zeit weniger Festnetzanschlüsse hatten und dann gleich auf Handys umgestiegen sind. In Deutschland haben 11 Prozent der Haushalte nur ein Handy.

Bei Polen, Luxemburgern, Deutschen und Tschechen ist die durchschnittliche Dauer der Mobiltelefonate pro Tag am kĂĽrzesten. Die Deutschen telefonieren nur 1,6 Minuten. Die Menschen in Zypern sind mit 6 Minuten am redseligsten, gefolgt von den Finnen (5,3) und den Franzosen (4,2). (fr)