ECM Alfresco Labs 3 freigegeben

Das quelloffene Enterprise-Contentmanagementsystem Alfresco Labs implementiert den neuen Interoperabilitätsstandard CMIS und wartet mit einem grafische Editor für die Erstellung von Web-Sites auf.

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Nachdem im Herbst bereits die Enterprise Edition 3.0 erschienen war, hat Alfresco jetzt Alfresco Labs 3d, die freie Variante seines Enterprise-Contentmanagementsystems, offiziell freigegeben. Die Software deckt neben herkömmlichem Dokumentenmanagement auch den Bereich Web-Contentmanagement ab. Neu in Labs 3 sind das Web-Applikations-framework Alfresco Surf und die darauf aufbauende Webdesign-Software Web Studio, die auch technisch weniger versierten Anwendern das flexibele Gestalten von Webseiten ermöglichen soll. Web-Elemente lassen sich aus einer Bibliothek auswählen und per Drag and Drop an den gewünchten Ort ablegen. Web Studio speichert die Inhalte in Alfrescos WCM-Repository.

Labs 3 unterstützt Microsofts Sharepoint-Protokoll sowie einen ersten Entwurf des neuen CMIS-Standards (Content Management Interoperability Services). Bestandteil von CMIS ist eine Programmierschnittstelle auf REST- oder Webservice-Basis. In der aktuellen Version soll es möglich sein, darüber Daten mit dem freien Content-Management-Systemen Joomla auszutauschen. Labs versteht sich nicht nur mit MS-Office-Dokumenten, sondern auch mit dem Dateiformat der quelloffenen Büro-Suite Openoffice. MediaWiki-Inhalte lassen sich mit der nativen Java-Implementierung von PHP Quercus einbinden.

Alfresco Labs steht unter der GNU General Public License (GPL) zum Download zur Verfügung. Support für das System, das unter Windows und Linux läuft, gibt es in den Community-Foren. Für den Produktiveinsatz empfielt der Hersteller jedoch die kommerzielle und zertiffizierte Enterprise-Version mit Support durch die Firma selbst sowie durch Partnerfirmen. Ein Upgrade von der vorherigen Community-Version 2.1 auf Labs 3d ist möglich. (akl)