Optisches Heimnetzwerk
Die beide Firmen Ratioplast und Christmann zeigen auf der IFA den Prototyp einer Netzwerkkarte, die über Polymer-Kabel optisch bis zu 100 MBit/s überträgt.
Die beiden deutschen Firmen Ratioplast-Optoelectronics und Christmann stellen auf der IFA den Prototypen einer Netzwerkkarte vor, die Daten über optische Polymer-Kabeln (POF) mit bis 100 MBit/s überträgt. Auf der Karte arbeitet ein Realtek-Chipsatz, der ohne spezielle Treiber auf einem Mediacenter-PC TEO-X unter Ubuntu 8.04 läuft. Die Karte soll Anfang 2009 für rund 83 Euro auf den Markt kommen. Vorher muss nach Aussagen der Aussteller die von Ratioplast beigesteuerte Polymer-Kabelklemme noch an herkömmliche PC-Slotbleche angepasst werden.
Auf ihrem Messestand 101/10 in Halle 9 führen die Aussteller ein kleines POF-Netz vor und zeigen einen POF-USB-Adapter, der an einem Mediacenter-Prototypen unter Windows XP Home arbeitet. POF-Kabel bestehen aus zwei 1,5 Millimeter dicken Kunststoff-Lichtwellenleitern, die sehr biegsam sind und sich wesentlich leichter als Glasfaserkabel verlegen lassen. Dank der aktiven Switch-Netzwerkdose RP4 von Ratioplast soll ein Mischbetrieb mit Kupferkabel-Netzen möglich sein. Für den Einsatz in größeren Netzen stehen zudem POF-Kabelklemmen im Mini-GBIC-Format beispielsweise für den Zyxel-Switch ES-3124F bereit, teilten Ratioplast und Christmann mit. (rek)