Samsung lässt LCD-Fernseher produzieren
Samsung vergibt erstmals einen Teil seiner Fertigung von Flachbildfernsehern an taiwanische Fremdfirmen.
Nach anderen großen Herstellern gibt nun auch Samsung einen Teil der Fertigung seiner Flachbildfernseher außer Haus. Für den koreanischen Displayspezialisten sollen nun erstmals die auf Auftragsfertigung spezialisierten Unternehmen TPV und Qisda LCD-TVs produzieren: TPV soll die Geräte für den europäischen Markt zusammenbauen, Qisda die Fernseher für den asiatischen Markt, berichtet Digitimes. Qisda wurde im vergangenen Jahr als eigenständige Fertigungssparte des taiwanischen BenQ-Konzerns ausgegliedert.
Welche Größen und Produktlinien Samsung in Taiwan herstellen lässt, ist nicht bekannt. Es soll sich jedoch um insgesamt im 18 Millionen Geräte handeln. Das koreanische Unternehmen hatte bereits zuvor eine Außer-Haus-Fertigung in Betracht gezogen. Die Auftragsvergabe scheiterte aber bis dato daran, dass die taiwanischen Auftragsfertiger die strengen Vorgaben Samsungs nicht einhalten konnten.
Hintergrund der Vergabe dürfte der erwartete Preiskampf auch bei den Markengeräten sein. Weil die Anzahl der verkauften Geräte in diesem Jahr zudem die 100-Millionen-Marke überschreiten soll, haben offenbar alle großen Displayhersteller Sorge, dass sie der Nachfrage nicht gerecht werden können. So lässt Philips in diesem Jahr bereits 70 Prozent seiner LCD-TVs von Fremdfirmen produzieren – unter anderem ebenfalls von TPV und Qisda. LG nutzt laut Digitimes ebenfalls Qisda, Sony lässt Foxconn und Wistron ran, Sharp die Firma Samplo. (uk)