Online-Werbemarkt: Erste Delle seit der Dot-Com-Krise
IDC geht davon aus, dass die Unternehmen in den USA im FrĂĽhjahr zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 weniger Geld fĂĽr Online-Werbung ausgeben werden als im jeweiligen Vorquartal.
Die Marktforscher von IDC prophezeien, dass der US-Markt für Online-Werbung im laufenden Quartal im fünf Prozent schrumpft. Falls die Prognose zutrifft, wäre dies der erste Rückgang seit dem Platzen der Dot-Com-Blase im Jahr 2000. Laut einem Bericht von CNN Money nimmt IDC auch seine Wachstumsprognose in Höhe von zehn Prozent für 2009 zurück und rechnet erst in der zweiten Jahreshälfte mit einem Aufschwung.
Im vergangenen Jahr wuchs der Online-Werbemarkt sowohl in den USA (plus 18 Prozent) als auch in Deutschland (plus 29 Prozent). Die Wirtschaftskrise machte sich aber auf beiden Seiten des Atlantiks schon im vierten Quartal 2008 bemerkbar, als das Wachstum in Deutschland auf 1,4 Prozent und in den USA auf 0,4 Prozent fiel. Das Volumen der Märkte liegt zurzeit bei 7,1 Milliarden US-Dollar (5,6 Milliarden Euro) und 1,3 Milliarden Euro.
Gegen den Trend konnte Google im letzten Quartal 2008 deutlich mehr Werbegelder einnehmen als im Vorjahr und die Erwartungen der Börse übertreffen. (cwo)