Athlon-Board von Asus nicht für den Einzelhandel

Asus verkauft sein K7M nur an OEM-Kunden. Auch andere Hersteller verstecken ihre Athlon-Mainboards.

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Auch der taiwanische Hersteller Asus reiht sich nun mit dem K7M in die kleine Gruppe der Anbieter von Athlon-Mainboards ein. Doch das K7M soll nicht im Einzelhandel erscheinen und auch keinen Asus-Support erfahren. Ausschließlich OEM-Kunden können das Board in Komplettrechner eingebaut verkaufen, sie sind dann auch für den Support zuständig. Den deutschen Markt wird das Board wohl unter den OEM-Namen Freeway, Torpedo und Terra erreichen. Doch findet sich der Schriftzug "Asus" an einigen Stellen im Handbuch, auf der Treiber-CD und unter einem Aufkleber auf dem Mainboard selbst. Wie schon beim FIC SD11 arbeitet hier die Northbridge AMD Irongate 751 mit der VIA-Southbridge 686A zusammen. Asus nutzt alle Möglichkeiten der Southbridge: 2x seriell, 1x parallel, PS/2 Maus/Tastatur, 4x USB, 1x AMR, Onboard-Sound, Ultra-ATA/66 und Monitoring-Funktionen sind realisiert. Die Slot-Ausstattung ist zeitgemäß: 1x AGP, 5x PCI und 1x ISA.

Nach dem Biostar M7MKA, FIC SD11, Gigabyte 7IX und MSI 6167 erreicht das Asus K7M nun als fünftes Athlon-Board den deutschen Markt. Doch leider verstecken die Hersteller ihre Produkte: Auf einen Testaufruf von c't hin folgten fast nur Absagen. Asus und MSI mauern mit der Begründung, die Boards seien nur für den OEM-Markt gedacht. Andere Firmen schickten gar Boards mit dem i810E- oder i820-Chipsaetzen von Intel. Nur die taiwanische Firma Biostar stellte sehr schnell ein M7MKA (AMD North- und Southbridge, 1x AGP, 5x PCI, 2x ISA, Onboard-Lautsprecher, 2x seriell, 1x parallel, 2x USB, PS/2 Maus+Keyboard) zur Verfügung.

Gerüchte besagen, Intel setze die Mainboard-Hersteller unter Druck, indem sie den Nachschub an BX-Chipsätzen reglementiere. Doch kein Hersteller wollte dies bestätigen. Dem Informationsdienst The Register zufolge hat selbst AMD keine Kenntnis von derartigen Praktiken und zeigt sich sogar erfreut über die schnellen Fortschritte von Firmen wie des sechsten Produzenten von Athlon-Mainboards, GVC. Andererseits gebe es keine technischen Gründe für eine Beschränkung auf den OEM-Markt, so ein Hersteller zu c't. Einige "OEM"-Boards tauchten dennoch im Einzelhandel auf, das Asus K7M beispielsweise für rund 450 Mark. (jow)