Bugfix für Webbrowser Firefox
Firefox 2.0.0.11 korrigiert einen Bug in der JavaScript-Methode canvas.drawImage(), der zu einigen Problemen mit einzelnen Websites führte. Eine neue Version der Websuite Seamonkey gibt es ebenfalls.
Manchmal ist es ein Kreuz mit der Software-Entwicklung und der Kontrolle der Änderungen in einzelnen Versionen, mögen sich die Programmierer des Open-Source-Webbrowsers Firefox gedacht haben: Da korrigiert man einige Sicherheitslecks und führt mit der dafür freigegebenen neuen Version seiner Software einen alten Fehler wieder ein – und muss daher schnell eine weitere Version nachlegen.
So erneut geschehen mit Firefox 2.0.0.10: Neben drei geschlossenen Sicherheitslücken tauchte ein früher bereits behobener Fehler in der JavaScript-Methode canvas.drawImage() wieder auf. Firefox 2.0.0.10 reagiert auf die JavaScript-Methode canvas.drawImage() mit der Ausnahme "NS_ERROR_NOT_AVAILABLE". Das Canvas-Objekt, ein seit Firefox 1.5 unterstützter Bestandteil von (X)HTML5, ermöglicht Vektorgrafiken per HTML und JavaScript; die fehlerhafte drawImage()-Methode zeichnet Pixelbilder in die Vektorgrafiken.
Die Entwickler der Mozilla-Foundation haben daher eine weitere Bugfix-Version nachgeschoben: Firefox 2.0.0.11 korrigiert den Fehler. Die neue Version, deren Release Notes recht knapp ausgefallen sind, steht zum Download in diversen Landessprachen, darunter Deutsch, für Windows, Mac OS X und Linux zur Verfügung. Außerdem wird sie innerhalb von 48 Stunden nach und nach an alle Nutzer des Browsers verteilt, die die automatische Update-Funktion aktiviert haben.
Parallel wurde die Version 1.1.7 der auf Mozilla-Code und der ehemaligen Mozilla-Suite basierenden Websuite Seamonkey veröffentlicht. Sie schließt die gleichen Sicherheitslecks wie Firefox 2.0.0.10 sowie einige Bugfixes – da die Version aber nach Korrektur des Fehlers in canvas.drawImage() im Firefox-Code fertig wurde, soll dieser Bug in der neuen Seamonkey-Version gar nicht erst wieder auftauchen. (jk)