Microsoft testet Office im Abo

Unter dem Projektnamen "Albany" startet Microsoft den Betatest fĂĽr ein neues Vertriebsmodell: Heimanwender sollen ein Softwarepaket mit Office und Virenschutz sowie Webdiensten im Abonnement beziehen. Ăśber die Konditionen schweigt sich Microsoft noch aus.

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Auch der Marktführer sucht neue Wege: Microsoft bastelt an einem neuen Vertriebsmodell für Anwendersoftware auf dem US-Markt. Unter dem Projektnamen "Albany" experimentiert Redmond mit einem Abo-Modell für Office und andere Anwendungen. Seit vergangenem Freitag läuft "Albany", das zuvor schon als "ValueBox" durch die Branche geisterte, als geschlossener Betatest. Nach Angaben des Unternehmens soll das Produkt bis Ende des Jahres marktreif und gestartet sein. "Albany" ist der erste Versuch, Software im Abonnement auch an Amerikaner zu verkaufen; mit Abo-Modellen operiert der Software-Riese bereits in einigen Schwellenländern.

Das Abonnement soll das Office-Paket Home and Student (Word, Excel, PowerPoint und OneNote), die Virenschutzlösung Windows Live OneCare und integriert die Software mit den Online-Diensten Windows Live Mail, Messenger und Photo Gallery. Im Abonnement enthalten sind auch Updates für Office und den Virenschutz. Mit einem Abo sollen bis zu drei Computer im Haushalt ausgestattet werden können. Über Preispläne ließ Microsoft noch nichts verlauten, auch einen möglichen Starttermin will das Unternehmen noch nicht nennen.

Mit dem Angebot will Microsoft nach eigenen Angaben ein Sorglospaket für Anwender schnüren, die sich nicht mit der Aktualisierung verschiedener Softwareprodukte herumplagen möchten. Ein Abonnement sei dafür die naheliegende Lösung, sagt Microsofts Bryson Gordon, der den Abo-Test nicht als Abschied vom angestammten Verkaufsmodell verstanden wissen will, sondern als ergänzendes Angebot.

Allerdings dĂĽrfte "Albany" fĂĽr Microsoft eine weitere Reaktion auf die zunehmende Konkurrenz aus dem Netz sein. Online-Ableger Google bietet Kernanwendungen der Office-Suite in einer brauchbaren Online-Variante an. Zuletzt bewegte sich auch Adobe einen Schritt mehr in Richtung Web und spendierte dem Flaggschiff Photoshop ein Online-Beiboot. (vbr)