Iomega baut auf den wachsenden Consumer-Markt
Der amerikanische Hersteller hat seine Palette an Speicherprodukten fĂĽr private Konsumenten sowie Kleinstunternehmen ĂĽberarbeitet und konzentriert sich dabei unter anderem auf den Bereich "Home Networking".
Mit Speicherprodukten für private Verbraucher, das Home Office und Kleinstunternehmen erzielt der amerikanische Hersteller den Löwenanteil seines Umsatz. Mit einer überarbeiteten Angebotspalette konzentriert sich Iomega im Wesentlichen auf die drei Bereiche Network Attached Storage (NAS), Apple und Multimedia. "Insbesondere das noch junge Marktsegment Home Networking verspricht großes Wachstumspotenzial", erklärt Romain Cholat, Vice President International Sales bei Iomega.
Mit NAS-Systemen wie beispielsweise dem auf Linux basierenden "StorCenter Pro NAS 150d" will der Hersteller schon im Einstiegsbereich mit professionellen Funktionen punkten – darunter Gigabit-Ethernet, RAID-5 und Hot-Swap-SATA-2-Festplatten. Mit 3 TByte Speicherkapazität ist das System schon ab rund 1300 Euro zu haben. Zu Preisen ab gut 210 Euro, aber auch im Funktionsumfang deutlich unterhalb der NAS-Systeme angesiedelt, markieren die im Herbst eingeführten StorCenter-Netzwerk-Festplatten die Einstiegsebene in das Home Networking.
Eine Gefahr für das florierende Geschäft mit externen Festplatten (USB, Firewire, etc.) sieht Vertriebsmanager Cholat in den neuen Netzwerkprodukten indes nicht: "Wir sehen darin eher eine Chance, noch mehr Kunden zu erreichen." Außerdem rüste Iomega die Netzwerkspeicher mit einem USB-2.0-Port aus, sodass Anwender ihre vorhanden externen Platten daran weiter nutzen könnten. Unterdessen haben sich die in Rot, Blau und Silber angebotenen 2,5-Zoll-Platten der Serie eGo unerwartet als Verkaufsschlager entpuppt, verrät Cholat.
Vor allem mit im Design angepassten externen Festplatten fokussiert sich Iomega auch wieder stärker auf Kunden aus dem Apple-Umfeld. "Hier adressieren wir insbesondere Grafik- und Video-Experten", ergänzt Cholat. Speziell für dieses Marktsegment hat der Hersteller ein HDD-Modell mit 4 Schnittstellen im Programm: USB 2.0, Firewire 400 und 800 sowie eSATA. "Obwohl uns Mitbewerber LaCie bei diesem Produkt zuvorgekommen ist, sehen wir dennoch großes Absatzpotenzial", betont der Iomega-Manager. Passend zu Apples TV-Box und der Airport-Extreme-Basisstation hat der Hersteller auch eine neue MiniMax-Platte mit 500 GByte vorgestellt, die anders als ihre Vorgänger – aber ebenso wie die beiden Apple-Produkte – nur noch über einen USB-2.0-Port verfügt.
Große Hoffnungen setzen die Iomega-Verantwortlichen in den Markt für sogenannte Multimedia-Systeme, die im Konvergenzumfeld zwischen Informationstechnologie und Unterhaltungselektronik zum Einsatz kommen sollen. Als zentrale Archive für Bilder, Videos und andere Medieninhalte sollen die UPnP-Server auch den Zugriff und die Verteilung der Daten im digitalen Zuhause übernehmen. "In Frankreich, Spanien und Italien konnten wir mit diesen Produkten schon beachtliche Erfolge erzielen", erklärt Cholat, in Deutschland habe man sich bisher nicht ausreichend auf diese Produktkategorie konzentriert.
Deutschland hat dafür die Nase vorn bei REV, dem von Iomega propagierten Ersatz für die Datensicherung per Streamer. Die Wechselplattentechnologie bietet derzeit 70 GByte Speicher pro Medium – voraussichtlich schon zur CeBIT 2008 will der Hersteller einen Nachfolger mit annähernd der doppelten Kapazität vorstellen. Seit Markteinführung 2004 hat Iomega über 300.000 REV-Laufwerke ausgeliefert. Deutschland sei dabei weltweit einer der größten Absatzmärkte. (map)