Vivendi steigert Umsatz um 15 Prozent

Knapp 6 Milliarden Euro hat der französische Medien- und Telekommunikationskonzern im vergangenen Quartal umgesetzt. Die Musktochter Universal habe den Marktanteil ausbauen können, der Umsatz ging allerdings zurück.

vorlesen Druckansicht 3 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Der französische Medien- und Telekommunikationskonzern Vivendi hat im zweiten Quartal 5,98 Milliarden Euro umgesetzt und damit 15,1 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Nettogewinn stieg um 0,3 Prozent auf 757 Millionen Euro, geht aus einer Mitteilung (PDF-Datei) des Unternehmens hervor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBTIA) stieg um 3,2 Prozent auf 1,364 Milliarden Euro bekannt. Damit hat Vivendi die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt. Der Umsatz des gesamten ersten Halbjahrs 2008 liegt mit 11,3 Milliarden Euro um 10,2 Prozent über dem des Vorjahres. Das EBITA ging um 1,1 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zurück.

Die Vivendi-Tochter Universal Music Group (UMG) steigerte im ersten Halbjahr ihr EBITA um 17,7 Prozent auf 259 Millionen Euro. Sie habe mit Künstlern wie Mariah Carey, Jack Johnson. Lil’ Wayne und Amy Winehouse insbesondere in den USA und Japan ihre Marktanteile ausbauen können, teilt das Unternehmen mit. Allerdings ging insgesamt der Umsatz um 2,4 Prozent auf 2,044 Milliarden Euro zurück. Für die zweite Jahreshälfte 2008 erhofft sich UMG Erfolg mit neuen Veröffentlichungen unter anderem von Tokio Hotel, den Black Eyed Peas, Pussycat Dolls, The Killers, Bon Jovi und Keane. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen der Fernsehgruppe Canal+ wuchs um 16,2 Prozent auf 351 Millionen Euro, der Umsatz um 4,6 Prozent auf 2,25 Milliarden Euro.

Für das laufende gesamte Geschäftsjahr sieht Vivendi nach wie vor ein bereinigtes Gewinnwachstum auf der Höhe des Vorjahres von 8,3 Prozent. In dem Ausblick sind die Neuerwerbung Neuf Cegetel und die Fusion der Spielesparte Vivendi Games zu Activision Blizzard nicht enthalten. An dieser Firma hält Vivendi 54 Prozent. Vivendi Games allein hatte im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang von 11,2 Prozent auf 444 Millionen Euro hinzunehmen. Das EBITA schrumpfte um 22,7 Prozent auf 92 Millionen Euro. (anw)