3D-Visualisierung ganzer Städte in Echtzeit auf Standard-PCs
Forscher des Max-Planck-Instituts für Informatik zeigen eine neue Technik, mit der sich erstmals ganze Städte in Echtzeit auf PCs visualisieren und sogar interaktiv bearbeiten lassen.
3D-Scanner werden in vielen Bereichen eingesetzt, etwa bei architektonischen Planungen oder in der Städtevisualisierung. Dabei tasten die Scanner beispielsweise die Fassade eines Gebäudes ab und messen die Position jedes Punktes an der Oberfläche. So entstehen allerdings schnell riesige Datenmengen, die herkömmliche PCs nicht mehr darstellen oder bearbeiten können.
Auf der CeBIT zeigt ein Team aus Forschern des Max-Plack-Instituts für Informatik, der Universität Saarbrücken und der Universität Tübingen nun, dass sich solch riesige Datenmengen auf Standardrechnern sogar in Echtzeit visualisieren lassen. Mit Hilfe einer neuen Technik können sich Benutzer ähnlich wie bei einem Computerspiel zügig durch die dreidimensionale Szene bewegen und zum Beispiel per Mausklick Passanten aus einem Städtescan entfernen oder automatisiert symmetrische Elemente finden und verändern. Da die zugrundeliegende Technik dafür sorgt, dass die Geschwindigkeit der Visualisierung nahezu unabhängig von der Datenmenge bleibt, sollen sich mit einem Standard-PC sogar ganze Städte interaktiv zeigen und bearbeiten lassen. Anhand eines 3D-Modells von Hannover können CeBIT-Besucher dies am Forschungsstand des Saarlandes in Halle 9, Stand B43 selbst ausprobieren. ()