Epcos-Vorstand empfiehlt Aktionären Annahme von TDK-Übernahmeangebot

Beide Firmen versprechen sich von der Übernahme des Bauelemente-Spezialisten durch TDK Vorteile, da sich die Aktivitäten kaum überlappen.

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  • dpa

Der Vorstand von Epcos hat seinen Aktionären die Annahme des Barangebots von TDK zur Übernahme des Bauelemente-Herstellers empfohlen. Man halte die angebotenen 17,85 Euro je Aktie für angemessen, hieß es. Die Offerte enthalte eine attraktive Prämie. TDK hatte Ende August seinen Anteil an dem deutschen Bauelemente-Spezialisten auf 29,1 Prozent ausgebaut und ein Übernahmeangebot angegeben. Die Annahmefrist läuft noch bis zum 7. Oktober. Epcos soll als börsennotiertes Unternehmen erhalten bleiben.

Epcos hatte bereits bei Ankündigung der Übernahme-Pläne Ende Juli positiv auf die Avancen aus Japan reagiert. Beide Seiten versprechen sich davon Vorteile, da sich die Aktivitäten kaum überlappen. Während TDK vor allem in Asien in der Konsum-Elektronik und der Informationstechnologie etabliert ist, hat Epcos eine gute Position in Wachstumsmärkten der Automobil- und Industrie-Elektronik sowie im Bereich Mobilfunk. Synergieeffekte werde in Forschung und Entwicklung erwartet, aber auch im Einkauf und Vertrieb.

Das Angebot von TDK bewertet Epcos mit bis zu 1,2 Milliarden Euro. Inklusive Schulden hat das Geschäft ein Volumen von 1,4 Milliarden Euro. Epcos machten zuletzt der starke Euro und die hohen Rohstoff- und Energiepreise zu schaffen. Deshalb hat das Unternehmen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr (30. September) gesenkt. Die zunächst in Aussicht gestellte Umsatzsteigerung von 4 bis 6 Prozent soll nicht ganz erreicht werden. Durch die Übernahme rechnet Epcos zudem mit einer Belastung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern im mittleren einstelligen Millionenbereich. Dieser Betrag soll von den bislang prognostizierten 110 Millionen Euro EBIT im Gesamtjahr abgehen. (dpa) / (jk)