Draft-N im Firmennetz

Bereits vor der am Sonntag beginnenden Interop-Messe stellen die Funknetz-Ausrüster Meru, Aruba und Aerohive Draft-N-WLAN-Basisstationen für große Funknetze in Firmen oder Universitäten vor.

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Von
  • Reiko Kaps

Die NetzwerkausrĂĽster Meru, Aruba und Aerohive haben mehrere Draft-N-WLAN-Basisstationen (Access Points, AP) angekĂĽndigt, die voraussichtlich auf der am kommenden Sonntag beginnenden Messe Interop in Las Vegas zu sehen sein werden.

Mit dem AP440 will Meru Kabel-LANs in Unternehmen ablösen. Das Gerät besitzt gleich vier Funkmodule, die gemäß IEEE 802.11n Draft 2.0 funken und damit bis zu 300 MBit/s brutto erreichen sollen. Ein Modul funkt bei 2,4 GHz, zwei nutzen das 5-GHz-Band und das vierte arbeitet wahlweise in einem der beiden Frequenzbereiche. Die vier WLAN-Module arbeiten laut Meru intern zusammen, verteilen die Verkehrslast untereinander und übernehmen im Fehlerfall die Aufgaben der anderer Module. Das Gerät dient parallel als Sensor-AP, der WLAN-Eindringlinge erkennt. Außerdem besitzt das Gerät einen USB-Port, der Überwachungskameras oder Messgeräte abfragt. Der AP440 soll im dritten Quartal 2008 für 3000 US-Dollar auf den Markt kommen.

Die HiveAPs von Aerohive besitzen zwei Gigabit-Ethernet-Ports, die die Geräte in bis zu zwei LANs verbinden (Multi-Homing). Alternativ können die Geräte die beiden LAN-Ports auch bündeln (Link Aggregation). Außerdem versorgen sich die APs über die Netzwerk-Schnittstellen per PoE mit Energie. Laut Hersteller soll der HiveAP 320 mit seinen zwei Funkmodulen Innenräume versorgen. Der robuste HiveAP 340 sitzt in einem Metallgehäuse und soll in Industrieanlagen eingesetzt werden. Das Modell HiveAP 380 funkt über drei WLAN-Module und eignet sich dank des wasserdichten Gehäuses für den Außeneinsatz. Der HiveAP 320 und die Industriefassung HiveAP 340 sollen ab Juli 2008 für 1300 und 1500 US-Dollar auf den Markt kommen. Der HiveAP 380 folgt im vierten Quartal und schlägt mit 3000 US-Dollar zu Buche.

Auch Aruba hat eine Serie von Basisstationen angekündigt, die aber derzeit noch nach den älteren Funkstandards IEEE 802.11g und a funken. Das Aktualisieren auf den kommenden Standard 802.11n soll per Firmware-Update übers LAN möglich sein. Die Modelle AP-124ABG und AP-125ABG arbeiten als AP, Client oder Mesh-Knoten. Alternativ überwachen die APs Funknetze – je nachdem welche Software auf den Geräten installiert ist. Die Geräte versorgen sich per PoE mit Energie (IEEE 802.3af, Draft-802.3at) und übertragen die Funkdaten per 3×3-MIMO. Die Verwaltung des AP-124ABG und AP-125ABG übernimmt Arubas AirWave Wireless Management Suite, die auch Geräte anderer Hersteller steuern kann. Aruba will den AP-124ABG und AP-125ABG ab Sommer 2008 ausliefern, Preise nannte der Hersteller bislang nicht. (rek)