Erster Satellit "Made in Iran" soll bald ins All
Die Iranian Space Agency will noch vor Ende des iranischen Jahres den ersten selbstgebauten Satelliten des Landes in den Weltraum befördern. Das iranische Jahr endet am 20. März.
Die dem iranischen Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie (ICT) zugeordnete Iranian Space Agency (ISA) will in den kommenden sieben Wochen den ersten selbstgebauten Satelliten des Landes ins All befördern. "Wenn keine Probleme auftreten, wird der erste im Iran hergestellte Satellit noch vor Ende des Jahres in den Orbit gebracht", erklärte ISA-Leiter Reza Taqipour gegenüber der Fars News Agency (FNA). Das iranische Jahr endet am 20. März. Einen konkreten Starttermin nannte Taqipour allerdings nicht.
Der Satellit, der den Namen "Omid" (Hoffnung) trägt, wird voraussichtlich mit einer iranischen Trägerrakete vom Typ Safir 1 ins All befördert, die im vergangenen Sommer offiziellen Angaben zufolge erfolgreich getestet wurde. Drei weitere Satelliten sollen innerhalb der nächsten beiden Jahre folgen. Der Präsident der Islamischen Republik Iran, Mahmoud Ahmadinejad, erklärte Ende September, die Satelliten würden für kommunikationstechnische und meteorologische Aufgaben genutzt.
Nach Angaben von ISA-Chef Taqipour arbeitet der Iran gemeinsam mit Staaten der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) auch an der Entwicklung eines neuen Satelliten mit dem Namen Besharat. Bis zum Jahr 2020 will der Iran zudem als erstes Land der Region einen eigenen Astronauten ins All schicken. Der Vize-Minister des ICT, Ahmad Talebzadeh, wurde im vergangenen Jahr zum kommenden Leiter (2010 bis 2011) des Rechtsausschusses im "Committee on the Peaceful Uses of Outer Space" (COPUOS) der Vereinten Nationen gewählt. (pmz)