Auch Nintendo mit GewinnrĂĽckgang
Der Videospiele-Spezialist senkte angesichts der Wirtschaftskrise die Gewinnerwartung für das noch bis 31. März laufende Geschäftsjahr auf 230 Milliarden Yen, nachdem im Oktober noch 345 Milliarden Yen angepeilt worden waren.
Der japanische Videospiele-Spezialist Nintendo hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres wegen des starken Yen einen geringeren Gewinn eingespielt als im Vorjahr. Wie der Hersteller der Spielekonsolen Wii und DS heute bekannt gab, sank der Nettoertrag zwischen April und Dezember um 17,9 Prozent auf 212,5 Milliarden Yen (rund 1,8 Milliarden Euro). Die Festigung des Yen habe die kräftigen Einnahmen mit der erfolgreichen Spielkonsole Wii zunichtegemacht. Der Umsatz stieg indes um 17 Prozent auf 1,5 Billionen Yen.
In den vergangenen neun Monaten hat Nintendo rund 20 Millionen Wiis ausgeliefert, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 14 Millionen. Insgesamt hat Nintendo bisher 44,9 Millionen StĂĽck der Spielkonsole ausgeliefert. 25,6 Millionen Nintendo DS setzte das Unternehmen in den neun Monaten bis Dezember ab, im Jahr zuvor waren es 24,5 Millionen. Insgesamt lieferten die Japaner seit Erscheinen der mobilen Konsole 96Â Millionen StĂĽck davon aus.
Zahlen für das dritte Geschäftsquartal nannte Nintendo nicht. Der Konzern senkte angesichts der Wirtschaftskrise die Gewinnerwartung für das noch bis 31. März laufende Geschäftsjahr auf 230 Milliarden Yen, nachdem im Oktober noch 345 Milliarden Yen angepeilt worden waren. Nintendo spielt fast 90 Prozent seines Umsatzes im Ausland ein. Umso stärker wirkte sich bei Nintendo wie auch bei zahlreichen anderen japanischen Unternehmen der in den vergangenen Monaten zum Dollar und Euro rasant gestiegene Yen auf die Bilanz aus. (anw)