Powerline-Spezifikation für 400 MBit/s und mehr
Die Universal Powerline Association will mit Dienstanbietern, Netzwerkausrüstern, Elektrizitätsunternehmen und Netzbetreibern am Powerline-Communication-Standard PowerMAX arbeiten, der über Stromkabel 400 MBit und mehr Daten pro Sekunde übertragen soll.
Die Universal Powerline Association (UPA) will mit Dienstanbietern, Netzwerkausrüstern, Elektrizitätsunternehmen und Netzbetreibern an der Entwicklung des Powerline-Communication-Standards PowerMAX (PLC) arbeiten. PowerMAX soll 400 MBit und mehr Daten pro Sekunde über Stromleitungen transportieren und zu den aktuellen UPAPLC-Spezifikationen kompatibel sein, die bis zu 200 MBit/s (brutto) schaffen.
Als ersten Schritt will das Konsortium in einem Dokument die Ziele der Spezifikation festlegen, die insbesondere die Übertragungsgeschwindigkeit und die benötigten Techniken des Physical Layer beschreiben. Nach Ansicht der UPA soll PowerMAX mit schnellen Internet-Zugangstechniken wie FTTH konkurrieren, was für bandbreitenhungrige Anwendungen wie hochauflösendes IPTV nötig sei. An der UPA sind Firmen wie Buffalo, D-Link, DS2, Netgear und Toshiba beteiligt. Bereits auf der diesjährigen CeBIT waren erste Powerline-Adapter von DS3 und Devolo sehen, die Daten mit bis 400 MBit/s übertragen. Devolo nutzt dabei allerdings die von Intellon entwickelte HomePlug-Technik, die nicht mit der UPAPLC-Technik zusammenarbeitet.
Aufgrund des Funk-Störpotenzials ist PLC jedoch umstritten. Es überträgt Daten mit einem Hochfrequenzsignal, das auf die Stromleitung gelegt wird. Stromkabel sind für Hochfrequenztransport prinzipiell schlecht geeignet, weil sie das Signal zum einen stark dämpfen und zum anderen einen Teil der Energie abstrahlen. Das kann Funksysteme stören, die den Kurzwellen-Frequenzbereich (typisch 2 bis 32 MHz) nutzen. Darunter können nicht nur Funkamateure leiden, sondern auch BOS-Dienste oder Radiohörer, die die digitale Rundfunktechnik DRM erproben. (rek)