Konsumbereitschaft legt wieder deutlich zu
Nachdem die Experten der GfK im März 2008 ihre Erwartungen an die Entwicklung des Konsumklimas zurückgeschraubt hatten, zeichnete sich im April eine Wende ab: Der Gesamtindikator kletterte von 4,8 auf 5,9 Punkte.
Nachdem die Marktexperten der Nürnberger GfK im März 2008 ihre Erwartungen an die Entwicklung des Konsumklimas zurückgeschraubt hatten, zeichnete sich im April eine Wende ab. Der Gesamtindikator kletterte von 4,8 auf 5,9 Punkte, obwohl sich der Anstieg der Verbraucherpreise im März 2008 weiter verschärft hat. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes verteuerte sich der Warenkorb gegenüber dem Vorjahresmonat um 3,1 Prozent.
Im Rahmen der Studie GfK-Konsumklima MAXX befragen die Nürnberger Marktforscher monatlich rund 2000 Verbraucher. Und die gaben sich im April wieder deutlich optimistischer, beispielsweise im Hinblick auf die Einkommenserwartung: Der Index verbesserte sich um 9 Punkte und damit stärker als in den beiden vorangegangenen Monaten. Im Vergleich zum April 2007 ist hingegen immer noch ein Minus von 19 Punkten zu verzeichnen. Nach Einschätzung der GfK-Analysten tragen aber die jüngsten Tarifabschlüsse, etwa im öffentlichen Dienst, und die rückläufigen Arbeitslosenzahlen zu einer besseren Stimmung bei.
In Konsequenz nimmt auch die Konsumneigung weiter zu, der Index verbessert sich um 5,5 Punkte. Er bleibt aber weiterhin im Negativen bei 4,7 Punkten – zumindest jedoch über dem noch niedrigeren Niveau des Vorjahresmonats. Die GfK geht daher fest davon aus, dass sich die Konsumkonjunktur wie für das laufende Jahr vorhergesagt, allmählich bessern wird – wenn auch etwas später als ursprünglich prognostiziert. (map)