Rosetta trifft Steins
Die europäische Raumsonde Rosetta wird am heutigen Abend gegen 21 Uhr (MESZ) im Planetoidengürtel zwischen Mars und Jupiter in nur 800 Kilometer Entfernung am Asteroiden Steins vorbeifliegen und dessen Gesteinszusammensetzung analysieren.
(Bild:Â ESA)
Die europäische Raumsonde Rosetta wird am heutigen Abend gegen 21 Uhr (MESZ) in nur 800 Kilometer Entfernung am Asteroiden Steins im Planetoidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter vorbeifliegen und dessen Gesteinszusammensetzung analysieren. Von der Untersuchung erhoffen sich die Weltraumforscher unter anderem Erkenntnisse über die frühe Entwicklungsphase unseres Sonnensystems.
Steins gehört zur seltenen Klasse der E-Asteroiden, deren Oberfläche aus dem Mineral Enstatit besteht. Der mit der Nummer 2867 klassifizierte Asteroid misst rund 4,6 Kilometer im Durchmesser und umkreist die Sonne in einer Entfernung von 353 Millionen Kilometern. Benannt wurde das planetenähnliche Objekt nach dem lettischen Astronomen Karlis Steins.
Nach Angaben der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) handelt es um den ersten Vorbeiflug einer Raumsonde an einem Asteroiden der E-Klasse. Rosetta war am 2. März 2004 ins All gestartet und soll im übernächsten Jahr bei einer zweiten Passage des Planetoidengürtels auch den etwa 96 Kilometer großen Asteroiden Lutetia (Nummer 21, M-Klasse) aus einer Entfernung von 3000 Kilometern untersuchen.
Der Höhepunkt der Rosetta-Mission steht aber erst im Jahr 2014 an. Dann soll der zirka 100 Kilogramm schwere Lander Philae, den Rosetta im Gepäck hat, auf der Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko abgesetzt werden. Tschurjumow-Gerasimenko hat eine sogenannte kurzperiodische Ellipse, die allerdings Schwankungen aufweist, weil der Komet von den Gravitationskräften der Planeten Jupiter und Saturn beeinflusst wird. (pmz)