Eclipse Foundation gründet europäische Tochtergesellschaft
Während sich die für die Open-Source-Entwicklungsumgebung Eclipse und begleitende Projekte zuständige Organisation schwer damit getan hat, auf dem eigenen Kontinent Mitglieder zu gewinnen, verhält es sich in Europa anders.
- Alexander Neumann
Zum Auftakt der diesjährigen EclipseCon Europe hat die die Veranstaltung ausrichtende Open-Source-Organisation die Gründung einer europäischen Tochtergesellschaft bekannt gegeben. Die Eclipse Foundation Europe GmbH (EFE) hat ihren Sitz im südhessischen Zwingenberg, was für Kenner der Eclipse-Szene nicht weiter verwunderlich sein dürfte. Denn der langjährige für Europa zuständige Eclipse-Repräsentant, Ralph Müller, der der neuen Gesellschaft vorsteht, hat von dort aus schon vorher die europäischen Geschicke der Eclipse Foundation in die Wege geleitet.
Während sich die Open-Source-Organisation, die ihren Stammsitz im kanadischen Ottawa hat, in den letzten Jahren schwer damit getan hat, auf dem eigenen Kontinent Mitglieder zu gewinnen, verhält es sich in Europa anders. Hier sind die Entwicklungsumgebung und die sie begleitenden Projekte in deutlich mehr Unternehmen gesetzt als auf der anderen Seite des Atlantiks. Der Ankündigung zufolge kommen die Hälfte aller in Eclipse involvierten Unternehmen aus Europa, ein Viertel aller Nutzer der Entwicklungsumgebung stammen vom europäischen Kontinent.
Das hat dann auch Auswirkungen auf die durch die von der Eclipse Foundation angestoßenen Industry Working Groups, die auf dem europäischen Kontinent stärker reüssieren. Mit diesen Initiativen will die Foundation Eclipse in vertikale Märkte wie Luftfahrt und Automotive bringen. Diese zu fördern ist eine maßgebliche Aufgabe der europäischen Tochter.
Während sich die Teilnehmerzahlen der einstmals großen nordamerikanische EclipseCon fast halbiert haben, konnte die EclipseCon Europe konstant zulegen und entspricht mit rund 600 Besuchern mittlerweile etwa der Größe ihres Pendants in Nordamerika. (ane)