Hosentaschen-Beamer mit Aufnahmefunktion
Der bereits in c't getestete Mikrobeamer V10 von Aiptek bekommt einen groĂźen Bruder. Dieser hat die gleiche Projektionseinheit, kann aber Videos aufzeichnen. AuĂźerdem gibt es nun eine abgespeckte Version ohne Medienplayer.
(Bild:Â Aiptek)
Das taiwanische Unternehmen Aiptek zeigt auf der CeBIT (Halle 26, Stand A37) einen LED-Mikrobeamer mit einer besonderen Zusatzfunktion: Der PocketCinema V10 Plus, eine erweiterte Version des in der aktuellen c't-Ausgabe 6/09 getesteten V10, kann das über seine AV-Buchse zugespielte Videosignal aufzeichnen. Die Videodatei wird wahlweise auf Speicherkarte (SD, SDHC, MMC, MS Pro) oder im internen Speicher abgelegt. Während sich der V10 mit einem GByte Speicher bescheiden muss, bekam die Plus-Variante zwei GByte spendiert. Ansonsten sind die beiden Hosentaschen-Beamer identisch. Im c't-Messlabor hat der V10 einen Lichtstrom von 8,0 erreicht, das reicht in nicht stockdunklen Räumen für Projektionen in DIN-A4-Größe. Außerdem wirkten die Farben recht blass.
Der V10 (sowohl mit und ohne "plus") kann MPEG4-kodierte Videodateien vom internen Speicher und von Speicherkarten abspielen. Beim c't-Test zeigte sich das Gerät allerdings sehr störrisch, teilweise brachten ihn Videos zum Absturz. Die Plus-Variante hat eine aktualisierte Firmware, bei der diese Probleme nicht mehr auftauchen sollen. Für den normalen V10 ist das Update auf der Herstellerseite erhältlich.
Neben den beiden V10-Geräten bietet Aiptek auch eine abgespeckte Variante an: Der T10 hat keinen Medienplayer an Bord, benötigt also einen per AV-Kabel gekoppelten Zuspieler. Ansonsten ist das Gerät identisch zu V10 und V10 Plus, alle drei Geräte nutzen eine LCoS-Projektionseinheit.
Außerdem neu im Aiptek-Programm: Eine Mikrobeamer-Dockingstation namens Sound Station, die mit 2-Watt-Stereolautsprechern eine bessere Tonqualität als das in die Projektoren eingebaute 0,5-Watt-Soundsystem bieten soll. Die Beamer, die man entweder hochkant oder waagerecht andocken kann, werden in der Sound Station auch aufgeladen.
Die Projektoren sind für 250 Euro (T10), 300 Euro (V10) und 350 Euro (V10 Plus) bereits erhältlich (unverbindliche Preisempfehlung), die Sound Station soll im April für 80 Euro auf den Markt kommen. (jkj)