E-Mobilität: Tesla will eigene Akku-Fabrik bauen

Der Elektro-Auto Hersteller hat genug von Engpässen bei der Verfügbarkeit von Lithium-Ionen-Akkus: Eine eigene Fabrik soll nun her. Laut Tesla-Chef Elon Musk soll es gleich die größte der Welt werden.

vorlesen Druckansicht 116 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Der Elektroauto-Hersteller Tesla will offenbar eine eigene Kapazitäten für die Herstellung von Lithium-Ionen-Akkus aufbauen. Tesla-Chef Elon Musk kündigte in der Analysten-Konferenz zu den Quartalsergebnissen an, dass es sich um die weltgrößte Fabrik handeln solle, wie Forbes berichtet. Laut Musk solle ihre Kapazität sogar der gesamten derzeitige Weltproduktion an Lithium-Ionen-Akkus entsprechen.

Die Verfügbarkeit von Akkus ist dem Bericht nach ein entscheidendes Hemmnis für Teslas ehrgeizige Pläne zur Ausweitung der Produktion. So musste das Unternehmen etwa die Auslieferung des Model S in den USA bremsen, um auch wartende Kunden in Europa bedienen zu können. „Es ist sinnlos, die Nachfrage ankurbeln zu wollen, wenn wir den Bedarf gar nicht abdecken können“, sagte Musk.

Tiefere Details zur geplanten "Gigafabrik" verriet Musk nicht. Sie soll wahrscheinlich in den USA errichtet werden und aus angelieferten Zellen fertigen Akkus herstellen. Elon Musk versprach dabei eine „grüne Fabrik“, die stark auf Solarenergie setzt und wenig Emissionen hervorruft. Dank eigener Recycling-Kapazitäten sollen dort auch alte Akkus verwertet werden.

Elektroautos in Deutschland (70 Bilder)

Volkswagen liefert seit September 2020 mit dem ID.3 den ersten Elektro-Pkw seiner GroĂźoffensive auf dem E-Sektor aus.
(Bild: heise Autos)

Erst vergangene Woche hatte Tesla einen neuen Liefervertrag mit Panasonic abgeschlossen, der die Lieferung von mindestens 1,8 Milliarden Batteriezellen in den nächsten vier Jahren umfasst. Diese sollen in Akkus des Model S sowie des Model X Verwendung finden, das Ende 2014 in die Produktion gehen soll. (axk)